Wahlsieg-Guru coacht die SPÖ
Bei ihrer Kärnten-Konferenz am Freitag gab sich die Kärntner SPÖ siegessicher. Ein renommierter Fachmann, Achim Möller, steht ihr zur Seite. Er rief zu Visionen auf.

Foto © EggenbergerDie SPÖ will im Land wieder den Ton angeben
Die SPÖ drängt mit allen Mitteln an die politische Spitze des Landes. Es herrscht Aufbruchsstimmung, die am Freitag abends bei der Kärnten-Konferenz am Hafnersee deutlich zu spüren war. 300 Personen, Bürgermeister, Gemeindemandatare und Funktionäre hatten sich im Seehotel zusammengefunden, um über die rote Gemeindepolitik der Zukunft zu diskutieren. Umgang mit Facebook, Rhetorik und Gestaltung der Gemeindezeitung waren die Themen der Seminare am Nachmittag.
Am Abend folgte das Highlight. Die Partei hatte den renommierten deutschen Wahlkampfstrategen Achim Möller eingeladen, um gemeinsam mit ihm Strategien für einen erfolgreichen Wahlkampf zu entwickeln. Möller weiß, wovon er spricht. Im Laufe seiner Karriere hat er 650 Kandidaten und 450 Fraktionen beraten. 20 Jahre ist er im "Geschäft". Weil er sehr erfolgreich ist, bezeichnet er sich als "Wahlsiegberater". Ganz im Sinne des neuen SP-Landesgeschäftsführers Daniel Fellner, der seit zwei Monaten im Amt ist. Auf die Frage des Moderators nach dem Wahlziel der SPÖ bei den nächsten Landtagswahlen meinte der ehemalige Rotkreuz-Mitarbeiter: "Wenn die SPÖ einen Manager wollte, der sich mit Platz zwei zufrieden gibt, hätte sie einen anderen nehmen müssen." Das Auditorium belohnte diese Ansage mit kräftigem Applaus.
Der Profi aus Deutschland rief die Partei auf, unter ihren Funktionären Begeisterung zu wecken und Potenziale aufzuspüren. In der täglichen Parteiarbeit laufe man Gefahr, nur noch nach Problemen zu suchen, der Fachmann nennt das "deformation professionelle". Dem seien Visionen entgegenzusetzen, etwa das Ziel, die Armut abzuschaffen. Das sei zwar nicht sehr realistisch aber hervorragend dazu geeignet, einen Diskurs anzufachen.
Landtagspräsident Rudi Schober hatte die Delegierten eingangs an die Wahlerfolge der SPÖ bei den Bürgermeisterwahlen in Wolfsberg, Hermagor und bei den Personalvertretungswahlen im Landesdienst erinnert. Diese Serie müsse fortgesetzt werden auch bei den nächsten Landtagswahlen. "Die Menschen wollen eine Veränderung."













