Personalvertretung: Tauziehen um Chefsessel
SPÖ-Personalvertreter im Landesdienst brauchen nach Wahlen jetzt Mediatoren. Die beiden Listenführer Gernot Nischelwitzer und Herwig Rettenbacher kämpfen um die Funktion des ZPV-Obmanns.

Foto © KLZ/Traussnig, KLZ/KleinsasserGernot Nischelwitzer und Herwig Rettenbacher (v.l.)
Seit 1995 ist Herwig Rettenbacher Obmann der Zentralpersonalverwaltung (ZPV) im Kärntner Landesdienst. Das könnte sich schon kommenden Dienstag ändern. Für diesen Tag wurde eine Verhandlungsrunde einberufen, bei der sich die beiden FSG-Listen (Fraktion sozialdemokratischer Gewerkschafter) auf die Zusammenarbeit einigen sollen. Als Moderatoren fungieren die Spitzengewerkschafter Arnold Auer und AK-Präsident Günther Goach.
Die beiden "roten" Listen haben bei den Personalvertretungswahlen zu Wochenbeginn je sieben Mandate gewonnen. Das bedeutet für Rettenbacher einen Verlust von vier, für Gernot Nischelwitzer einen Gewinn von sechs Mandaten. Deshalb stellt dieser jetzt den Führungsanspruch. Man werde, so der ehemalige Pressereferent von SP-Landeshauptmannvize Peter Ambrozy , der Gegenseite ein Angebot unterbreiten, "das sie nicht ablehnen können". Einzige Voraussetzung: Rettenbacher müsste alle Funktionen zurücklegen. Begründung: Rettenbacher hat bei den letzten zwei Wahlen 50 Prozent der Stimmen und Mandate verloren. Weil man aber Kooperationswillen zeigen will, bietet Nischelwitzer der Rettenbacher-Liste zwei "Freistellungen" für Mandatare an: Betroffene müssten nicht mehr in ihrem Job arbeiten, sondern können sich gänzlich der Personalvertretung widmen.
Rettenbacher ziert sich noch und beruft sich auf seine Fraktionssitzung vom Donnerstag, bei der man fixiert habe, den anderen Kandidatengruppen ein Verhandlungsangebot zu unterbreiten. Er, Rettenbacher, habe den Führungsanspruch noch nicht aufgegeben.
Laut Statuten muss die konstituierende Sitzung der Zentral-personalvertretung innerhalb von sechs Wochen stattfinden. Dabei wird auch der Obmann gewählt.












