Weltgemeinschaft im Vorgehen gegen Iran uneins
Insgesamt ist die Weltgemeinschaft weiterhin gespalten, wie sie im Atomstreit mit dem Iran vorgehen soll. Nach dem alarmierenden Bericht der IAEO drohen die USA weiterhin mit einem Militärschlag. Die UNO setzt dahingehend auf Diplomatie.

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Im Atomstreit mit dem Iran erhöht der Westen den Druck auf das Regime in Teheran. Die USA und Deutschland wollen den diplomatischen Spielraum ausreizen. Washington droht weiter mit einem Militärschlag. Auch Berlin erteilt einer solchen Option keine klare Absage. US-Verteidigungsminister Leon Panetta bezeichnete einen Angriff als "letzten Ausweg".
Deutschlands Bundeskanzlerin Merkel sagte der "Leipziger Volkszeitung": "Es gibt eine ganze Reihe von Ländern auf der Welt, die militärische Optionen aus sehr grundsätzlichen Erwägungen nicht ausschließen." Panetta warnte in Washington vor den "unbeabsichtigten Konsequenzen" eines Angriffes auf die iranischen Atomanlagen. Dieser könne gravierende Auswirkungen auf die Region und die dort stationierten US-Soldaten haben.
Insgesamt ist die Weltgemeinschaft weiterhin gespalten, wie sie im Atomstreit mit dem Iran vorgehen soll. UNO-Generalsekretär Ban setzt auf Diplomatie. "Ich glaube fest daran, dass Verhandlungen und nicht militärische Lösungen der einzige Weg sind, diese Angelegenheit zu klären", sagte Ban in New York. Er nahm die Führung in Teheran in die Pflicht, die friedliche Natur ihres Atomprogrammes zu beweisen.
Russland sieht weiterhin keinen Handlungsbedarf. Inmitten einer schärfer werdenden Diskussion über das iranische Atomprogramm erklärte sich Russland zudem grundsätzlich bereit, weitere Reaktoren im Iran zu bauen. Zugleich teilte das Außenministerium in Moskau mit, dass China und Russland gemeinsam für eine Verhandlungslösung mit dem Iran eintreten werden. Merkel bedauerte, dass sich China und Russland noch gegen weitere Sanktionen sperren.
Die Internationale Atomenergiebehörde hatte am Dienstag einen alarmierenden Bericht veröffentlicht, wonach der Iran zumindest bis 2010 an der Entwicklung von Atomwaffen gearbeitet hat. Der iranische Atomunterhändler Ali Bageri sagte nach Gesprächen in Moskau, die Vorwürfe seien aus der Luft gegriffen. Insbesondere die USA würden "allerlei Gerüchte in Umlauf bringen". Israel betrachtet das iranische Atomprogramm als existenzielle Bedrohung.












