Neugebauer als GÖD-Vorsitzender wiedergewählt
GÖD-Vorsitzender Fritz Neugebauer wurde mit 85,6 Prozent als GÖD-Vorsitzender wiedergewählt. Der 67-jährige Christgewerkschafter, der bereits seit 1997 die Beamtengewerkschaft anführt, hatte keinen Gegenkandidaten.

Foto © ReutersGÖD-Vorsitzender Fritz Neugebauer
Was durchaus deftig bis dramatisch begann, klang am Abend doch harmonisch aus: Initiatoren des Bildungsvolksbegehrens demonstrierten vor den Toren des Wiener Austria Centers, in dem der 16. Bundeskongress der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) eröffnet wurde. Einige Demonstranten wurden daran gehindert, die Bühne zu stürmen und das Mikrofon zu erobern. Einen großen Auftritt hatte hingegen der wieder in seinem Amt eingesetzte Generalstabschef Edmund Entacher. Er wurde von den Beamten stürmisch gefeiert. Dann traten Kanzler Werner Faymann und Vizekanzler Michael Spindelegger mit etlichen Ministern an, um den Beamten Lob und Dank zu sagen.
GÖD-Chef Fritz Neugebauer wurde am späteren Abend erwartungsgemäß für eine vierte fünfjährige Periode als oberster Beamtengewerkschafter wiedergewählt. Er erhielt 85,6 Prozent, fünf Prozentpunkte mehr als vor fünf Jahren.
Davor hatte er ein Bekenntnis zur Wehrpflicht abgegeben und seine völlige Ablehnung einer Nulllohnrunde für öffentlich Bedienstete in der Steiermark, in Kärnten und Oberösterreich erklärt. Dies drossle "den Konjunkturmotor Massenkaufkraft". In Bildungsfragen ist Neugebauer "für Evolution statt Revolution". Er hat Vertreter des Bildungsvolksbegehrens eingeladen, ihre Ziele heute dem Kongress vorzustellen.
Schließlich kritisierte er, dass bei der Verwaltung zu viel gespart werden soll. Die Wirtschaftskammer rede von 3,5, die Industrie von sieben und Hannes Androsch von 30 Milliarden. "Das ist Populismus pur, den wir ablehnen", so der GÖD-Chef unter tosendem Applaus.












