Russland warnt vor möglichem Angriff auf den Iran
Die russische Regierung hat sich erneut gegen einen möglichen Militärschlag gegen den Iran ausgesprochen. "Ein Angriff wäre ein sehr ernster Fehler, dessen Folgen unabsehbar wären", sagte Außenminister Lawrow am Montag.

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"Militärschläge bringen keine Lösungen, sondern nur viele Opfer", so Lawrow nach Angaben der Agentur Interfax in Moskau.
Um die stockenden Verhandlungen über das iranische Atomprogramm in Gang zu bringen, hatte Lawrow vorgeschlagen, dass Teheran zunächst einen "vertrauensvollen Schritt" unternehmen müsse. Im Gegenzug könne die "Sechsergruppe" aus USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien sowie Deutschland dann die gegen Teheran verhängten Sanktionen lockern.
Spekulationen
In israelischen Medien wird seit vergangener Woche verstärkt über mögliche Angriffspläne spekuliert. Verteidigungsminister Barak dementierte zwar, dass ein Einsatz bereits beschlossen sei, deutete aber an, dass ein Angriff auch ohne US-Beteiligung möglich wäre. Teherans Fortschritte bei der Entwicklung von Atomwaffen seien "die Hauptbedrohung für die Sicherheit der Region", sagte Barak. Weitere Nahrung erhielten die Spekulationen durch einen Raketentest Israels und eine großangelegte Zivilschutzübung.
Der iranische Generalstabschef Hassan Firouzabadi hat die USA vor den "ernsten Folgen" gewarnt, die jeglicher Angriff Israels gegen den Iran nach sich ziehen würde. Die USA wüssten sehr wohl, dass "jede Attacke des zionistischen Regimes" gegen den Iran auch ihnen "ernsthaft schaden" würde. Der Iran sei vollständig vorbereitet und gut gerüstet für jeden Angriff und nehme Drohungen ernst, sagte Firouzabadi.
In Israel geht man davon aus, dass der Iran in sechs Monaten über eine Atombombe verfügen könnte. Teheran pocht auf das Recht auf zivile Nutzung der Atomkraft. Russische Ingenieure stellen derzeit in Bushehr das erste Atomkraftwerk der Islamischen Republik Iran fertig.












