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Zuletzt aktualisiert: 06.11.2011 um 20:37 UhrKommentare

Kärntens Beamte wählen ihre Personalvertretung

4100 Landesbedienstete sind am Montag und Dienstag aufgefordert, ihre Personalvertretung zu wählen. 17 Mandate sind zu vergeben. Der Wahlkampf hat sich zum Großteil in den Dienststellen abgespielt

Verteidigt die Absolute: H. Rettenbacher

Foto © EggenbergerVerteidigt die Absolute: H. Rettenbacher

4100 Landesbedienstete sind am Montag und Dienstag aufgefordert, ihre Personalvertretung zu wählen. 17 Mandate sind zu vergeben. Derzeit stellen Herwig Rettenbacher mit seiner Kandidatenliste elf, Andreas Skorianz (AUF) drei, die christlichen Gewerkschafter zwei und Gernot Nischelwitzer, der diesmal auf dem Ticket der SP-Gewerkschafter antritt, ein Mandat. Der Wahlkampf hat sich zum Großteil in den Dienststellen abgespielt, war daher nach außen hin für Unbeteiligte kaum bemerkbar.

Herwig Rettenbacher setzte im Kampf um die Wählergunst auf die bevorstehenden Gehaltsverhandlungen und versprach der Kollegenschaft, sich für eine Valorisierung einzusetzen, die nicht unter der Inflationsrate liegt. Die absolute Mandatsmehrheit will er zu verteidigen versuchen. Er ist seit dem Jahr 1996 Personalvertreter.

Der freiheitliche Gewerkschafter Skorianz beklagt, dass die Personalvertretung zuletzt zur Ausgabestelle von Essensbons und Zugtickets verkommen ist. Er möchte die Institution zu einer echten Servicestelle ausbauen.

Auf ein neues Teilzeitarbeitsmodell setzt Gerlind Robitsch aus dem Büro von Landesrat Josef Martinz , die die FCG-Liste anführt. "80 Prozent arbeiten für 90 Prozent Lohn" lautet die Devise. Im Wahlkampf habe dieses Modell sehr großen Anklang gefunden, berichtet Robitsch. Ihre Kandidatur wurde erst vor drei Wochen angekündigt, nachdem der bisherige FCG-Spitzenmann Siegi Wigisser seine Ankündigung wahr gemacht und sich aus der Personalpolitik zurückgezogen hatte.

Auf einen Stimmenanteil von mindestens 40 Prozent hofft Gernot Nischelwitzer, der im Wahlkampf mit seinen Aussendungen für den meisten Gesprächsstoff gesorgt hat. Er träumt sogar von der absoluten Mandatsmehrheit. Seine Diagnose: "Die Zahl der Wutbeamten wird immer größer. Und gerade auf die setzen wir."

Das letzte Wahllokal schließt am Dienstag um 17 Uhr, mit einem vorläufigen Ergebnis der Wahl wird bis circa 19 Uhr gerechnet.

ROBERT BENEDIKT

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