Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
21. Mai 2013 00:32 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
Ausschreitungen am Rande von Stockholm Regierung verbilligt GmbH-Gründung Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Politik Nächster Artikel Ausschreitungen am Rande von Stockholm Regierung verbilligt GmbH-Gründung
Zuletzt aktualisiert: 06.11.2011 um 05:10 UhrKommentare

Großkirchheim schießt mit Mega-Schussanlage übers Ziel

Mehr als 1,2 Millionen Euro kostet der 300 Meter lange Schießtunnel, der seit dem Sommer in der 1486-Einwohner-Gemeinde Großkirchheim gebaut wird. Die Finanzierung ist noch offen, Bürgermeister Suntinger will Geld aus dem Mölltalfonds.

Groß und teuer. Der Schießtunnel wird 300 Meter lang, 5,4 Meter breit und 2,5 Meter hoch sein. Die Sportanlage kostet 2,4 Millionen Euro

Foto © PrivatGroß und teuer. Der Schießtunnel wird 300 Meter lang, 5,4 Meter breit und 2,5 Meter hoch sein. Die Sportanlage kostet 2,4 Millionen Euro

Ein unterirdischer Kanal wie bei einer Unterflurtrasse - 300 Meter lang, 5,4 Meter breit und 2,5 Meter hoch. In diesem Schießtunnel in Großkirchheim sollen vier Personen gleichzeitig ihre Gewehre "einschießen" können. Mehr als 1,2 Millionen Euro kostet der in den Mölldamm integrierte Schusskanal mit vier Scheibentransportanlagen mit je acht Haltepunkten und elektronischen Trefferanzeigen sowie ein angebautes Schießkino. Beschlossen wurde das Projekt vom Gemeinderat, gebaut wird seit Sommer.

Die Haken an der Sache: Die Finanzierung ist völlig offen. Unklar ist, ob dieser Betrag zusätzlich zu den 2,4 Millionen Euro für die Sport- und Freizeitanlage Großkirchheim berappt werden muss oder in den Kosten für die Anlage enthalten ist. Bürgermeister Peter Suntinger (FPK) rechnet mit 300.000 Euro Landesförderung und Bedarfszuweisungen bis ins Jahr 2014. Vom Land Kärnten wurde aber nur eine Sonderbedarfszulage von 100.000 Euro zugesagt. Zudem möchte Suntinger, er ist Beiratsvorsitzender für den Mölltalfonds, 150.000 Euro aus dem Fonds lukrieren. Der aber soll die Gemeinden bei Investitionen in nachhaltige Projekte unterstützen.

Überteuertes Bauvorhaben

Für die Grünen ist dieses Ziel beim Schießtunnel nicht gegeben. "Ich sehe keinen Nutzen für die Allgemeinheit und keinen touristischen Hintergrund. Wegen der Lage an der Möll und in ihrem Grundwasserbereich wird eine extrem dicke und schwere Betonwanne benötigt. Das ist ein überteuertes Bauvorhaben für ein kleines Klientel", sagt Landesparteisekretär Frank Frey, der die Baustelle mit Bezirkssprecher Günter Krammer besichtigt hat. Frey befürchtet Querfinanzierungen und dass im Endeffekt die Steuerzahler zur Kasse gebeten werden.

Öffentliche Gelder seien gerechtfertigt, so der für Jagd zuständige Landesplanungsreferent Uwe Scheuch (FPK). Es würden Arbeitsplätze geschaffen und die regionale Wertschöpfung erhöht. Im Büro des Gemeindereferenten Josef Martinz (ÖVP) winkt man ab. Man habe kein Ansuchen erhalten, nur einen kurzen Finanzierungsplan mit dem wörtlichen "Wunsch" nach 25 Prozent Landesförderung. Das sei "ein Brief ans Christkind"; für ein Luxusprojekt, das sich die Gemeinde in Wahrheit nicht leisten könne, gebe es keine Genehmigung. Wenn Suntinger ohne Finanzierung baue, könne der Schuss nach hinten losgehen, heißt es aus dem Martinz-Büro.

Darauf angesprochen, meint Peter Suntinger, die Gemeinde werde die Finanzierung schon "aufstellen". Auf jeden Fall gibt es eine private Bausteinaktion, wo Personen, die um 100 oder 300 Euro Bausteine kaufen, auf zehn oder 15 Jahre Ermäßigung für die Benutzung erhalten. Für Hegering- und Geburtstagsschießen werden Sondertarife angeboten.

Im Mölltal, in Obervellach, gibt es bereits eine gut ausgelastete Schießstätte. Die dortige Schützengilde befürwortet zwar eine weitere Einrichtung in Oberkärnten, aber nicht in Großkirchheim, sondern zwischen Gmünd und Spittal.

ELKE FERTSCHEY

KLEINE.tv

Nordkorea schießt drei Raketen ab

Noch nicht bewertet

 

Politik im Bild

Schwarz-gelber Protest im Nationalrat 

Schwarz-gelber Protest im Nationalrat

 

Griechenland in der Krise



Politiker und Promis im Visier der Justiz

Foto: APA/AP/Reuters
 

Steirische Strukturreform

APA

Die Landesspitze baut die Gemeindestruktur massiv um. Im Jahr 2015 soll es von den derzeit 539 nur mehr 285 Gemeinden geben.



Seitenübersicht

Zum Seitenanfang