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Zuletzt aktualisiert: 04.11.2011 um 08:16 UhrKommentare

Arsenios Kardamakis neuer Metropolit von Österreich

Zum Nachfolger des verstorbenen Erzbischofs Michael Staikos als Metropolit von Österreich und Exarch für Mitteleuropa hat der Heilige Synod des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel unter Vorsitz von Patriarch Bartholomaios I. im Phanar in Istanbul Archimandrit Arsenios Kardamakis (38) gewählt. Die Bischofsweihe wird Kardamakis laut Kathpress am 30. November empfangen.

Der aus Kreta stammende bisherige Generalvikar der Metropolie von Frankreich wird nach Staikos und dessen Vorgänger Chrysostomos Tsiter der dritte Oberhirte der 1963 vom Ökumenischen Patriarchen Athenagoras I. errichteten "Metropolis von Austria" und damit höchster orthodoxer Würdenträger in Österreich, wo bis zu 500.000 orthodoxe Christen leben.

Das sogenannte Orthodoxengesetz von 1967 räumte der Metropolis von Austria die Stellung einer Körperschaft öffentlichen Rechts ein. Damit wurde die Jurisdiktionsgewalt des Ökumenischen Patriarchats anerkannt und von dem alten staatskirchenrechtlichen Prinzip abgegangen, wonach abgesehen von der römisch-katholischen Kirche kein oberster Jurisdiktionsträger seinen Sitz außerhalb des Staatsgrenzen haben darf.

Geboren wurde Kardamakis am 31. Oktober 1973 in Heraklion auf Kreta. Nach Besuch des Gymnasiums und der kirchlichen Akademie in Athen absovierte er sein Theologiestudium in Athen und Thessaloniki. Daneben studierte er auch katholische Theologie an der Marc-Bloch-Universität von Straßburg. Es folgten ein kirchenrechtliches Spezialstudium sowie 2011 das Doktorrat an der katholischen Fakultät der Universität Straßburg. Erste seelsorgliche Erfahrungen gewann Arsenios Kardamakis nach der Diakonweihe 1998 u.a. in der griechisch-orthodoxen Metropolie von Deutschland, wo er nach seiner Priesterweihe 2002 in der Gemeinde in Karlsruhe wirkte. Seit 2004 bekleidete er das Amt des Generalvikars in Paris.

Einschlägige ökumenische Erfahrung konnte sich Archimandrit Arsenios im Ökumenischen Rat der Kirchen in Frankreich erwerben, wo er seit 2005 als Ko-Sekretär fungiert. Daneben ist er immer wieder sowohl in ökumenischen wie auch in interreligiösen Dialogveranstaltungen engagiert gewesen. Der neu gewählte Metropolit von Austria spricht neben Griechisch auch Französisch, Deutsch und Englisch.

Die griechisch-orthodoxe Kirchengemeinde Gemeinde in Wien existiert seit 1768. Die griechische Nationalschule in Wien als älteste Schule in der Diaspora wurde 1804 gegründet.

Quelle: APA

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