Empörung über Huldigung Gaddafis in Bolivien

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Die bolivianische Regierung von Präsident Evo Morales hat am "Tag der Toten" den früheren libyschen Diktator Gaddafi gewürdigt und damit für Empörung in der Opposition gesorgt. Im Außenministerium wurde ein Altar mit einem Bild des Machthabers aufgestellt, wie Medien am Mittwoch berichteten. Auf dem Zeremonientisch sei außerdem ein Porträt des Revolutionärs Ernesto "Che" Guevara zu sehen.
Die bolivianische Opposition zeigte sich überrascht von der Huldigung Gaddafis, der am 20. Oktober getötet worden war. "Es ist eine Unverschämtheit, in dem Außenministerium einen Altar zu Ehren von Gaddafi und anderen Personen zu installieren", so die Oppositionsabgeordnete Norma Pierola.
Der bolivianische Außenminister David Choquehuanca würdigte in Anwesenheit mehrerer ausländischer Diplomaten außerdem den bolivianischen Nationalhelden Tupac Katari. "Für das Volk der Aymara kehren die geliebten Toten immer wieder zurück und müssen entsprechend freundlich empfangen werden", sagte Choquehuanca.
Am "Tag der Toten" gedenken Angehörige der indigenen Bevölkerung Boliviens alljährlich am 1. November ihrer Verstorbenen. Präsident Morales, der ebenfalls indigene Wurzeln hat, unterhielt gute Beziehungen zu Gaddafi und erhielt vor zwei Jahren den "Internationalen Gaddafi-Preis für Menschenrechte".












