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Zuletzt aktualisiert: 01.11.2011 um 14:38 UhrKommentare

Telekom: Offenbar JVP mit JW verwechselt

Der Vertrag, von dem Ex-Telekom-Vorstand Rudolf Fischer gesprochen hat, dürfte mit der Jungen Wirtschaft (JW) abgeschlossen worden sein. Diese bestätigt Sponsoring-Verträge mit Telekom und A1.

Foto © APA

Eine Verwechslung dürfte die Lösung im Rätsel um eine angebliche 100.000-Euro-Zahlung von der Telekom an die Junge Volkspartei sein. Der Vertrag, von dem Ex-Telekom-Vorstand Rudolf Fischer gesprochen hat, dürfte mit der Jungen Wirtschaft (JW) abgeschlossen worden sein, berichtete die "Tiroler Tageszeitung" in ihrer Online-Ausgabe. Dies ist recht wahrscheinlich: Denn die JW hatte in den vergangenen Jahren Sponsoring-Verträge u.a. mit der Telekom und A1 - und 2007 bekam man von beiden gemeinsam rund 100.000 Euro, sagte Bundesgeschäftsführerin Elisabeth Zehetner am Dienstag der APA.

Zeitungsbericht

"trend" hat berichtet, dass im Jahr 2007 100.000 Euro von der Telekom über eine Firma des Ex-Lobbyisten Peter Hochegger und eine Werbeagentur an die Junge ÖVP (JVP) geflossen seien. Die JVP wies dies zurück und betonte, eine solche Zahlung sei in den Büchern nicht zu finden. Fischer beharrte aber über seinen Anwalt darauf, dass es über mehrere Jahre eine Kooperation zwischen der Telekom und der JVP gegeben habe - wobei der "Inhalt der Kooperation war, dass die Telekom sich bei Jungunternehmern präsentiert hat".

Genau diese Möglichkeit, mit Jungunternehmern Kontakte zu knüpfen, bietet die Junge Wirtschaft ihren Sponsoren. Zu diesen zählten u.a. die Telekom, A1 oder auch die Uniqa - wobei es sich, so Zehetner, um legale Sponsoring-Aktivitäten handle. Auf den genannten Betrag von 100.000 Euro im Jahr 2007 komme man aber nur, wenn man die Gelder von Telekom und A1 zusammenzählt. Heuer bekommt die JW von dieser Seite keine Gelder mehr, Telekom und A1 hätten im Zuge der Markenzusammenführung auf eine weitere Kooperation verzichtet, so Zehetner.

Anders als die JVP ist die JW keine ÖVP-Jugendorganisation, sondern eine Teilorganisation der Wirtschaftskammer für Jungunternehmer. Von der WKÖ bekomme man nur einen Basisbetrag, also sei man auf Sponsoring angewiesen, erläuterte Zehetner. Pro Jahr gebe es mit zwei bis sechs Unternehmen diesbezügliche Verträge. Für ihre Sponsoringgelder können die Unternehmen bei Veranstaltungen oder im Mitgliederbereich der Homepage (http://jungewirtschaft.at) etwa mit ihren Logos präsent sein, Kontakte mit Jungunternehmen schließen oder in der JW-Zeitschrift inserieren.


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