Gebetstreffen von zwölf Weltreligionen in Assisi

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Papst Benedikt XVI. ist beim Weltfriedenstreffen in Assisi angekommen. In einem Schnellzug des Typs "Frecciargento" (Silberpfeil) fuhren Benedikt XVI. und die übrigen Teilnehmer in die umbrische Stadt nahe Perugia. Mit dem Papst reisten 300 Delegierte aus 31 christlichen Kirchen und zwölf Weltreligionen. Das "Weltgebetstreffen für den Frieden" findet nach 1986 und 2002 heuer zum dritten Mal statt.
Schon zwei Stunden vor Abfahrt belebten orthodoxe und islamische Würdenträger, buddhistische Mönche sowie römisch-katholische Bischöfe und Kardinäle den einzigen Bahnsteig des Vatikan. Als Letzter bestieg Benedikt XVI. den Zug.
Nach der Ankunft in der Stadt, die vor allem durch das Wirken des heiligen Franz von Assisi (ca. 1181-1226) berühmt wurde, begeben sich die Religionsvertreter in die Basilika Santa Maria degli Angeli. Dort findet ein Rückblick auf das erste, von Papst Johannes Paul II. initiierte Friedenstreffen vor genau 25 Jahren statt. Höhepunkt ist am Nachmittag die Erneuerung des Friedensversprechens vor der Basilika San Francesco in der Oberstadt von Assisi. Dabei wird ein Text des letzten Treffens im Jahr 2002 verwendet.
In Rom hat unterdessen eine weitere Diskussionsrunde des "Vorhofs der Völker" für den Dialog des Vatikan mit dem Atheismus stattgefunden. Neben dem Präsidenten des Päpstlichen Kulturrates, Kardinal Gianfranco Ravasi, nahmen am gestrigen Mittwoch die zum Weltfriedenstreffen in Assisi geladenen Nichtglaubenden daran teil, wie die Vatikanzeitung "Osservatore Romano" (Donnerstag) laut Kathpress berichtet. Der frühere Vorsitzende der Kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ), Walter Baier, die aus Bulgarien stammende französische Psychoanalytikerin Julia Kristeva sowie die Philosophen Anthony Grayling aus Großbritannien, Guillermo Hurtado aus Mexiko und Remo Bodei aus Italien vertraten demnach die atheistische Seite.












