Robitsch: "80 Prozent arbeiten für 90 Prozent Lohn"
Die FCG-Liste mit Gerlind Robitsch plädiert für ein neues Arbeitszeitmodell. Es bedeutet, dass 80 Prozent bei 90 Prozent Bezahlung arbeiten.

Foto © Für neue Arbeitszeitvariante: G. Robitsch
Wofür steht die Liste FCG - Mutig für Neues?
GERLIND ROBITSCH: Wir wollen Mut verbreiten unter den Mitarbeitern im Landesdienst. Wir alle wissen, dass im Beamtenbereich gravierende Veränderungen bevorstehen. Um die zu bewältigen, ist Mut notwendig. Wir wollen nicht gegen die Politik arbeiten, sondern mit ihr und mit den Politikern gemeinsam das Beste für die Kollegen herausholen.
Ist es für Sie kein Problem, für die Personalvertretung zu kandidieren, obwohl Sie im Büro des Personalreferenten (Josef Martinz, Anm.) arbeiten?
ROBITSCH: Das werde ich oft gefragt. Und die Antwort lautet eindeutig: Nein. Alle Entscheidungen, die das Personal betreffen, fallen in unserem Büro. Ich sitze mit dem Personalreferenten Tür an Tür. Da können Verbesserungen schnell initiiert werden. Erst in den letzten Tagen haben wir eine Gesetzesnovelle vorbereitet, die Arbeitern in der Dienstklasse P4 erstmals Aufstiegsmöglichkeiten eröffnet.
Wie lautet das Ziel der FCG-Liste?
ROBITSCH: Wir wollen die absolute Mehrheit brechen. Denn es kann nicht sein, dass die Interessen von tausenden Mitarbeitern von einer einzigen Gruppe vertreten werden. Allerdings haben wir für den Wahlkampf nur drei Wochen Zeit und müssen daher zufrieden sein, wenn wir ein Mandat erkämpfen können.
Was soll für die Beamten in der nächsten Funktionsperiode erreicht werden?
ROBITSCH: Wir favorisieren ein neues Teilarbeitszeitmodell, das im Entwurf bereits vorliegt. Es bedeutet 80 Prozent arbeiten bei 90 Prozent Bezahlung. Das heißt, dass Kollegen, die sich dafür entscheiden, nur mehr vier Tage pro Woche arbeiten. Wenn das ein Viertel der Landesbediensteten in Anspruch nimmt, könnte das Land fünf Millionen Euro pro Jahr einsparen.
Ein weiteres Ziel?
ROBITSCH: Wir wollen endlich die Einrichtung eines Betriebskindergartens erreichen , um berufstätige Mütter zu entlasten. Dafür ist gar keine neue Institution notwendig. Denn im Klinikum gibt es bereits Kinderbetreuung rund um die Uhr. Deren Kapazität müsste erweitert werden.













