Sechs Tote bei Gewalt im Jemen
Die Sicherheitskräfte im Jemen haben erneut sechs Menschen getötet. In der Hauptstadt Sanaa starben am Dienstag zwei Demonstranten, als Bereitschaftspolizisten mit scharfer Munition auf einen Protestzug gegen den Langzeitpräsidenten Ali Abdullah Saleh schossen. Rund 40 weitere Teilnehmer erlitten Verletzungen, berichteten Augenzeugen und Aktivisten der Opposition.
In der südlichen Stadt Tais wurden in der Nacht zum Dienstag vier Menschen getötet, als Sicherheitskräfte mit Mörsergranaten auf unbewaffnete Demonstranten schossen. Zehn weitere Personen seien dort verletzt worden, teilten Aktivisten mit.
Saleh hatte am Montag eine Resolution des UN-Sicherheitsrates begrüßt, die ihn zur Annahme eines Plans für eine geordnete Machtübergabe auffordert. Der seit 33 Jahren herrschende Staatschef hatte dem bereits im Mai veröffentlichten Plan des Golf-Kooperationsrates (GCC) bereits mehrfach zugestimmt, aber sich immer wieder im letzten Moment geweigert, das Dokument zu unterschreiben.
Allerdings lehnt auch die Opposition den Plan ab, weil er dem bedrängten im Gegenzug für einen Machtverzicht Straffreiheit zusichert. Die Protestbewegung will aber Saleh dafür zur Verantwortung ziehen, dass seine Sicherheitskräfte seit Beginn der Demonstrationen vor acht Monaten fast 1500 Menschen getötet haben.
In der südlichen Provinz Lahidsch stürzte am Dienstag ein Militär-Transportflugzeug ab. Dabei wurden nach ersten Angaben ein jemenitischer Soldat und auch drei syrische Soldaten oder Militärberater getötet. Die Maschine soll abgestürzt sein, weil sie zu viel Militärgerät an Bord hatte.













