Eklat im Vorwahlkampf der US-Republikaner
Geplant war eine Debatte zwischen den republikanischen Kandidaten für das US-Präsidentenamt. Geworden ist es eine Schlammschlacht zwischen Parteifreunden. Mitt Romney wurde vorgeworfen, illegale Einwanderer beschäftigt zu haben.

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Im Vorwahlkampf der Republikaner um die US-Präsidentschaft ist es zu einem Eklat zwischen zwei Bewerbern gekommen. Der texanische Gouverneur Rick Perry warf seinem Kontrahenten Mitt Romney bei einer TV-Debatte vor, ein Jahr lang wissentlich illegale Einwanderer beschäftigt zu haben.
Menschen, die so etwas tun, sollten bestraft werden, aber sicher nicht Präsident werden, ergänzte Perry, der den Vorwurf bei der Diskussionsrunde in Las Vegas (Nevada) mehrfach wiederholte.
Romney, der laut Umfragen seit Monaten das Bewerberfeld anführt, bestritt energisch, bewusst Arbeiter ohne Aufenthaltserlaubnis in den USA beschäftigt zu haben. Er räumte jedoch ein, eine Firma zum Rasenmähen auf dem Grundstück seines Hauses beauftragt zu haben, die Illegale mit gefälschten Papieren beschäftigte. Diese seien aber umgehend gefeuert worden, als er davon erfahren habe.
Generell lieferten sich die Bewerber ein hitziges TV-Duell. Besonderes Augenmerk galt dem früheren Pizzakönig Herman Cain, der in einer aktuellen Umfrage nur noch einen Prozentpunkt hinter dem Langzeit-Favoriten Mitt Romney liegt. Gegen seine sechs anwesenden Konkurrenten verteidigte der Afroamerikaner seinen umstrittenen Steuerplan "9-9-9", der einen einheitlichen Satz von neun Prozent für die Einkommens- , Unternehmens- und Mehrwertsteuer vorsieht.
Umstritten ist vor allem die Einführung einer landesweiten Mehrwertsteuer. Steuererhöhungen sind nämlich für die Republikaner ein rotes Tuch. Experten zufolge wird durch Cains Pläne der Mittelstand stärker belastet. Der Ex-Unternehmer bestritt dies in der Fernsehdebatte energisch. "Das ist einfach nicht wahr", sagte er. Die Kritiker würden seinen Plan nicht verstehen.
In einer am Dienstag vor dem TV-Duell veröffentlichten CNN/ORC-Umfrage hatten sich 25 Prozent für Cain ausgesprochen, während 26 Prozent Romney unterstützten. Der Drittplatzierte Perry, der ursprünglich als Favorit galt, lag weit abgeschlagen.












