Zwölf Tote und zahlreiche Verletzte im Jemen

Foto © APA
Beim gewaltsamen Einschreiten der Sicherheitskräfte gegen eine Demonstration gegen Jemens Staatschef Saleh sind in Sanaa mindestens zwölf Regierungsgegner getötet und hundert weitere verletzt worden. Nach Angaben von Ärzten setzten die Sicherheitskräfte am Samstag Tränengas ein und schossen auf die Demonstranten, um den Protestmarsch durch das Zentrum der jemenitischen Hauptstadt zu verhindern.
In ein von den Regierungsgegnern eingerichtetes Lazarett auf dem Platz des Wandels, dem Zentrum der Proteste, wurden drei Tote und zahlreiche Verletzte gebracht, wie der Arzt Mohammed al-Kubati sagte. Weitere Tote und Verletzte mit Schussverletzungen und Atemproblemen wurden in andere Krankenhäuser eingeliefert.
Videos, die von der Opposition ins Internet gestellt wurden, zeigten Männer, die Verletzte wegschleppten, die an Kopf und Brust stark bluteten. Im Hintergrund waren Schüsse zu hören. Das jemenitische Innenministerium dementierte die Berichte über neue Opfer der Regimegewalt. Es handle sich um "Fälschungen", zitierte das staatliche Fernsehen eine Quelle aus dem Ministerium.
Nach Angaben eines Vertreters der Organisatoren wurden nach dem Ende der Demonstration, an der sich erneut zehntausende Menschen beteiligten, zudem dutzende Regierungsgegner festgenommen. Die Demonstrationen gegen den seit Jahrzehnten regierenden Präsidenten Saleh hatte Ende Jänner begonnen. Nach Angaben der Opposition töteten seine Sicherheitskräfte seit Beginn der Proteste fast 1500 Menschen.












