Minister-Freund Schmidinger neuer Rektoren-Chef

Foto © APA
Die Universitätenkonferenz (uniko) hat am Montag einen neuen Präsidenten gewählt: Bis Ende 2013 ist Heinrich Schmidinger, Rektor der Universität Salzburg, die neue Speerspitze der 21 Rektorinnen und Rektoren der Unis. Der 57-jährige Theologe folgt damit auf Hans Sünkel, der mit 1. Oktober sein Amt als Rektor der Technischen Uni (TU) Graz und damit auch den uniko-Chefsessel abgegeben hat.
Mit Schmidinger steht nun nicht nur ein Pragmatiker an der uniko-Spitze, der in seinen zehn Jahren als Rektor der Uni Salzburg trotz klammer Finanzen viel bewegen konnte. Schmidinger ist auch seit 20 Jahren ein enger Freund von ÖVP-Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle. An der Härte der Auseinandersetzung soll das aber nichts ändern, verspricht Schmidinger: "Freundschaft ist Freundschaft und Sache ist Sache." In Fragen wie Hochschulplan und Finanzierung werde er "mit ihm sehr sachlich sprechen" müssen.
Bei der von Töchterle angekündigten Hochschulmilliarde für 2013 bis 2015 will sich Schmidinger genau anschauen, in welchem Umfang diese kommt und wie viel davon tatsächlich für die Unis zur Verfügung gestellt wird. Beim Hochschulplan sei essenziell, dass die Rolle der Unis als "mit Abstand größter Anbieter" im tertiären Sektor berücksichtigt werde. Bei der angekündigten Studienplatzfinanzierung sieht der Rektorenchef die SPÖ am Zug: Immerhin sei dieses Modell nur gemeinsam mit Zugangsbeschränkungen realistisch.
Töchterle zeigte sich in einer Aussendung überzeugt, dass mit dem neuen uniko-Präsidium "die konstruktive Zusammenarbeit" zwischen Ministerium und Rektoren "nahtlos fortgesetzt wird" und betonte, dass etwa der Hochschulplan nur gemeinsam gelingen könne. "Viel Mut und Durchhaltevermögen" gibt Schmidinger die ÖH auf den Weg, gerade jetzt sei es wichtig, sich "nicht durch windige Versprechen von Seiten der Politik einlullen zu lassen".












