Neue Rezepte gegen Volk der Frühinvaliden
Sozialpartner präsentieren am Montag neues Anreizsystem, damit Österreicher künftig länger arbeiten. Zahl der Invaliden soll gesenkt werden.

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Die Sozialpartner sagen nun künftigen Invaliditätspensionisten den Kampf an. In Bad Ischl werden die Präsidenten von Wirtschaftskammer, Gewerkschaft, Arbeitskammer und Landwirtschaftskammer am Montag gemeinsam ihr Programm zur Erhöhung des faktischen Pensionsalters von derzeit 58 Jahren vorlegen. Ziel der Sozialpartner, die vom Sozialminister gebeten wurden, ein Programm auszuarbeiten: Die Österreicher sollen länger arbeiten und die Zahl der Invaliditätspensionisten soll gesenkt werden. "Es geht um Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt und Präventionsmaßnahmen. Wobei es klar ist, dass über 60-Jährige anders behandelt werden müssen als 40 bis 50-Jährige", betont ÖGB-Pressesprecher Rupert Haberson.
Die Zahlen sprechen für sich. Bereits über 460.000 der rund 2,3 Millionen Pensionisten in Österreich zählen als invalid. Wobei mehr als 60 Prozent der Invaliditätspensionisten direkt aus dem Krankenstand oder aus der Arbeitslosigkeit in die Pension wechseln und nur knapp mehr als 30 Prozent direkt aus der Erwerbstätigkeit. Bei diesen 30 Prozent soll nun auch verstärkt durch Prävention versucht werden, sie länger im Beruf zu halten.
Um das frühe Pensionsantrittsalter zu erhöhen, wünscht sich Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl aber auch zusätzlich neue Anreizsysteme für Betriebe und Beschäftigte. "Die Zeiten werden nicht einfacher. Wir müssen verhindern, dass Betriebe sagen: Trennen wir uns von den Älteren, weil die sind teurer. Es muss deshalb für Betriebe und Beschäftigte, die länger arbeiten, einen Bonus geben", setzt Leitl auf Anreizsysteme. "Es gibt derzeit Fälle, wo Menschen länger arbeiten und dann weniger Pension bekommen. Das darf es nicht mehr geben", pocht der Präsident der Wirtschaftskammer auf Änderungen im System.















