China ruft zur Wiedervereinigung mit Taiwan auf

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Anlässlich der Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag der chinesischen Revolution hat Präsident Hu Jintao zu einer Wiedervereinigung mit Taiwan aufgerufen. Eine "friedliche Wiedervereinigung" entspreche den "fundamentalen Interessen des chinesischen Volkes und unseren Landsleuten in Taiwan", sagte Hu im Staatsfernsehen. Eine Unabhängigkeit Taiwans sei nicht erstrebenswert.
Die dem Festland vorgelagerte Insel Taiwan wird von China als abtrünnige Provinz betrachtet. Peking schließt auch ein militärisches Vorgehen nicht aus, sollte sich Taiwan formell für unabhängig erklären.
An den Feierlichkeiten zum Gedenken an die Revolution, die vor hundert Jahren die Zeit des letzten Kaisers beendete und zur Gründung einer Republik führte, nahm auch der frühere Präsident Jiang Zemin teil. Es war sein erster öffentlicher Auftritt, seit chinesische Medien im Juli fälschlicherweise den Tod des 85-Jährigen gemeldet hatten. Der Sender ATV hatte Anfang Juli mit der Nachricht, Jiang sei gestorben, für Wirbel gesorgt. Chinas Staatsmedien hatten die Berichte umgehend als "pure Gerüchte" zurückgewiesen. ATV zog die Meldung später zurück.
Jiang hatte nicht an den Feierlichkeiten zum 90. Jahrestag der Gründung der Kommunistischen Partei am 1. Juli teilgenommen und damit Spekulationen über seinen Gesundheitszustand ausgelöst. Auf den am Sonntag im Fernsehen übertragenen Bildern wirkte er geschwächt und nickte während der Zeremonie ein.












