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Zuletzt aktualisiert: 06.10.2011 um 01:08 UhrKommentare

Nur noch Uni Wien schafft es unter die Top 200

Foto © APA

Die Traditionsuniversität Harvard ist im "Times Higher Education Ranking" erstmals vom Platz eins der 200 Spitzen-Unis vertrieben worden. Auch sonst gab es bei der achten Ausgabe des Rankings einige Rochaden unter den Top-Hochschulen. Der Grund: "Times" hat erstmals den Geisteswissenschaften mehr Gewicht eingeräumt. Eine Folge: Die Uni Wien schaffte es als einziges heimisches Institut ins Ranking.

Während die Uni Innsbruck (2010: Platz 187) nicht mehr im Ranking vertreten ist, rückte die Universität Wien von Rang 195 auf 139 vor. Der neue Rektor der Uni Wien, Heinz Engl, zeigte sich erfreut. Gleichzeitig forderte er die Politik auf, "für Rahmenbedingungen zu sorgen, welche die Universitäten für den internationalen Wettbewerb rüsten". Auch Wissenschaftsminister Töchterle, bis vor wenigen Monaten Rektor der nun aus dem Ranking gefallenen Uni Innsbruck, verwies auf die Rahmenbedingungen der Unis an den Spitzenplätzen: "Sie sind ausnahmslos finanziell wesentlich besser ausgestattet, haben Zugangsregeln und heben - zum Teil sehr hohe - Studienbeiträge ein."

"Times" hat erst 2010 nach Kritik am Verfahren wesentlich umfassendere Bewertungsmethoden eingeführt und mit Thomson Reuters ein neues Unternehmen mit der Datensammlung beauftragt. Die neue Bewertungsmethode basiert auf 13 Indikatoren (Forschung, Lehre, internationale Aktivität etc.) und legt laut "Times" stärker als bisher Wert auf die drei Schlüsselelemente Forschung, Unterrichtstätigkeit und Wissensvermittlung. Heuer wurde nun auch versucht, Unis mit Stärken in Geistes- und Sozialwissenschaften stärker zu berücksichtigen.

Neue Nummer eins ist nunmehr das California Institute of Technology (Caltech), das in allen untersuchten Bereichen gleichbleibend gute Ergebnisse lieferte und zudem ein Plus von 16 Prozent bei den Förderungen verzeichnet hat. Harvard muss sich seinen ungewohnten zweiten Platz sogar mit Stanford (2010: Platz 4) teilen. Erste nicht-amerikanische Uni ist auf Platz vier Oxford (2010 gleichauf mit Cambridge auf Platz 6). Platz fünf geht wie im Vorjahr an Princeton, Cambridge bleibt auf Platz sechs.

Beste Uni außerhalb der USA und Großbritannien ist die ETH Zürich, die wie 2010 auf Rang 15 landet. In Asien schneidet die Universität Tokio auf Rang 30 am besten ab.

Quelle: APA

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