Pröll: Wer mehr verdient, soll mehr Steuern zahlen
Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll lehnt zwar die von der SPÖ geforderte Vermögenssteuer als "kalte Enteignung" ab, spricht sich aber für eine höhere Besteuerung von Bestverdienern aus.

Foto © APABesserverdiener sollen mehr Steuern zahlen, so Erwin Pröll
Der niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll (V) spricht sich entgegen der ÖVP-Linie für eine höhere Besteuerung von Bestverdienern aus. Die SPÖ-Forderung nach einer Vermögenssteuer lehnt er in der "Presse" (Sonntagausgabe) als "kalte Enteignung" zwar ab, stattdessen sollten aber Spitzenverdiener über die Einkommensteuer ihren Anteil leisten. "Ich bin dafür, dass diejenigen, die einen Verdienst ab einer gewissen Einkommenshöhe lukrieren, eine bestimmte Zeit lang einen höheren Steuersatz zahlen", so der Landeshauptmann.
"Mein Platz ist in Niederösterreich"
Pröll, der bei der letzten Bundespräsidentenwahl mit einer Kandidatur geliebäugelt hatte, schließt ein Antreten bei den nächsten Präsidentenwahl aus: "Nein, ich schließe das aus. Mein Platz ist in Niederösterreich."
ÖVP-Generalsekretär Hannes Rauch begrüßte in einer ersten Reaktion den Pröll-Vorstoß. Das sei auch klar die Linie der Bundespartei. Die ÖVP sei gegen Vermögenssteuern auf Eigentum und Steuern, die den Mittelstand belasten. Prölls Vorschlag, dass die Bestverdiener eine bestimmte Zeit lang einen höheren Steuersatz zahlen, sei aber diskussionswürdig, sagte Rauch der Austria Presse Agentur. Entsprechende Überlegungen habe auch schon Parteichef Michael Spindelegger vor drei Wochen in der ORF-Pressestunde angestellt.












