Studie ortet Konflikte zwischen In- und Ausländern
Mehr als die Hälfte der Österreicher ist der Ansicht, dass es hierzulande sehr starke Konflikte zwischen In- und Ausländern gibt. Das zweite große Spannungsfeld wird zwischen Arm und Reich bzw. zwischen Steuerzahlern und Sozialhilfeempfängern gesehen, hier ortet jeder Dritte Probleme, wie aus einer aktuellen Umfrage des Zentrums für Zukunftsstudien der Fachhochschule Salzburg hervorgeht.
"In allen Gesellschaften gibt es Gegensätze oder sogar Konflikte zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen. Wie stark sind Ihrer Meinung nach die folgenden Konflikte in Österreich", wurden 1.080 Österreicher ab 15 Jahren repräsentativ zu insgesamt neun möglichen Konfliktfeldern befragt. In der Frage Ausländer/Österreicher antworteten 53 Prozent mit "Sehr stark", bei Christen/Muslime waren es 45 Prozent und bei Arm/Reich 31 Prozent.
Ob die Wahrnehmung so vieler Menschen von Konflikten zwischen In- und Ausländern tatsächliche Empfindungen oder aber Folge ausländerfeindlicher Stimmungsmache sind, vermochte Studienautor Reinhold Popp im Gespräch mit der APA nicht zu beantworten. "Sollte es das Resultat einer langjährigen Kampagne sein, dann ist diese sehr erfolgreich gelungen." Besonders überraschend sei, dass der Konflikt sehr stark auf die Religionsfrage fokussiert werde, denn der überwiegende Teil der Bevölkerung gehe ja nicht einmal in die Kirche.
Erhebliches Konfliktpotenzial liegt der Studie zufolge auch zwischen Arm und Reich. Fast zwei Drittel der Österreicher erwarten, dass die Kluft in Zukunft noch weiter auseinanderklaffen wird. Wie bei der Integrationsfrage sei auch hier die Politik "massiv gefordert", so der Zukunftsforscher.













