Serben und Kosovaren legen Dialog auf Eis

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Vor dem Hintergrund des serbisch-kosovarischen Grenzkonflikts und neuer Krawalle im Nordkosovo haben Serben und Kosovaren den von der EU geführten Dialog auf Eis gelegt. Der zuständige EU-Vermittler Robert Cooper teilte am Mittwoch mit: "Der Dialog hat nicht stattgefunden, weil die serbische Delegation nicht bereit war, mit den Diskussionen heute fortzufahren."
Grund für die serbische Weigerung war die Lage im Nordkosovo. Der Chef des serbischen Verhandlerteams, Borislav Stefanovic, bestätigte dies. "Solange dieses Problem (die Situation an den Grenzübergängen im Nordkosovo, Anm.) nicht gelöst ist, werden Gespräche über andere Themen nicht möglich sein", wurde Stefanovic vom staatlichen serbischen TV-Sender RTS am Mittwoch zitiert.
Am Mittwoch kam es im Nordkosovo zu neuen Auseinandersetzungen. Eine Gruppe von etwa 30 Albanern und Roma, die im Rahmen eines USAID-Projektes in Mitrovica das Ufer des Ibar-Flusses säuberten, sind am Vormittag von einer Gruppe vermummter Serben angegriffen worden. Nach Angaben des Polizeisprechers Besim Hoti seien die Angreifer aus dem Nordteil der Stadt gekommen. Mindestens drei Personen mussten wegen der Verletzungen um ärztliche Hilfe ersuchen, sagte Hoti gegenüber kosovarischen Medien.
Nach Worten des Polizeisprechers waren in den Morgenstunden auch Schüsse in einem albanischen Wohngebiet im mehrheitlich von Serben besiedelten Nordteil der Stadt zu vernehmen. Die Polizei hatte zunächst nach den Worten von Hoti keine Informationen über eventuelle Zwischenfälle.
Bereits am Dienstag war es bei dem nordkosovarischen Grenzübergang Jarinje zu Krawallen gekommen, nachdem von KFOR-Soldaten in den frühen Morgenstunden ein von ortsansässigen Serben errichteter illegaler Grenzübergang gesperrt worden war. Elf Personen, darunter vier KFOR-Soldaten, wurden verletzt.
Die Ermittler der EU-Rechtsstaatsmission wollen die Vorfälle untersuchen, kündigte EULEX-Sprecher Nicholas Hawton am Mittwoch gegenüber der serbischen staatlichen Presseagentur Tanjug an. Er sagte auch, dass die Räumung von serbischen Barrikaden im Nordkosovo durch Soldaten der Kosovo-Schutztruppe KFOR am Dienstagabend im Rahmen einer gemeinsamen Operation mit der EULEX-Mission erfolgt sei.













