Begegnung von Strauss-Kahn und mutmaßlichem Opfer

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Der zurückgetretene IWF-Chef Strauss-Kahn trifft am Donnerstag auf ein mutmaßliches Opfer. Die Begegnung mit Tristane Banon, die dem 62-Jährigen versuchte Vergewaltigung vorwirft, solle in den Räumen der Pariser Polizei stattfinden, verlautete aus Kreisen. Die Staatsanwaltschaft hatte vergangene Woche eine Gegenüberstellung Strauss-Kahns mit der 30 Jahre jüngeren Schriftstellerin verfügt.
Banon wirft "DSK" vor, er sei 2003 bei einem Interview über sie hergefallen "wie ein brünftiger Schimpanse". Der frühere sozialistische Hoffnungsträger zeigte die 32-Jährige wegen Verleumdung an. Banon hatte die Begegnung mit "DSK" gefordert. "Ich möchte, dass er mir gegenübersteht und mir ins Gesicht sagt, dass das erfundene Taten sind", sagte die Autorin vergangene Woche im Hörfunk.
Am Rande einer Sympathiekundgebung gestand sie am Wochenende: "Natürlich habe ich Angst. Natürlich werde ich in der Nacht davor nicht schlafen." Strauss-Kahn hatte der jungen Frau in seinem ersten Fernsehinterview vor einer Woche vorgeworfen, eine "eingebildete Version" der Ereignisse geliefert zu haben. Laut Ermittlerkreisen gab er eine "Annäherung" an Banon während des Interviews zu, allerdings ohne Gewaltanwendung.
Die US-Justiz hatte Ende August ein Strafverfahren gegen den früheren IWF-Chef wegen versuchter Vergewaltigung eingestellt, weil sie Zweifel an der Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers hatte. In dem Fall läuft in den USA noch ein Zivilverfahren gegen Strauss-Kahn.













