Putin erwartet keine Spannungen mit dem Westen

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Russlands Regierungschef Wladimir Putin erwartet wegen seiner geplanten Rückkehr in das Präsidentenamt keine Verschlechterung der Beziehungen zum Westen. "Wer ein getrübtes Verhältnis voraussagt, hat keine Ahnung", sagte Putins Sprecher Dmitri Peskow am Sonntag nach Angaben der Agentur Interfax in Moskau. Er rate jedem, die tatsächliche Lage in Russland zu analysieren
Solche Prognosen zeugten von einer Unkenntnis der Situation, sagte Peskow. Putin soll 2012 in den Kreml zurückkehren, danach wird der gegenwärtige Präsident Dmitri Medwedew wohl Ministerpräsident.
Putin wird ein gespanntes Verhältnis zu vielen Spitzenpolitikern wichtiger westlicher Staaten nachgesagt. Sollte er wie allgemein erwartet die Präsidentenwahl im März 2012 gewinnen, würde er 2014 als Staatsoberhaupt die Welt bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi begrüßen. Die Mega-Veranstaltung gilt als persönliches Prestigeprojekt Putins.
Rund 300 Oppositionsanhänger protestierten in Moskau gegen die erneute Kandidatur Putins. Zu der Demonstration hatten mehrere Oppositionsgruppen, darunter auch Kremlkritiker Kasparow, aufgerufen. Auf dem Puschkin-Platz entrollten die Demonstranten Spruchbänder und Transparente, auf denen "Putin muss weg" oder "Eure Wahlen sind eine Farce" stand.
Der geplante Ämtertausch zwischen Putin und Medwedew sei "einfach eine Provokation", sagte der 22-jährige Student Artjom Adijew. Eine 73-jährige Rentnerin unter den Demonstranten kritisierte, dass Putin und Medwedew sich die Posten untereinander zuspielten, obwohl es das Recht des Volkes sei, "sich seine Anführer zu wählen".
Medwedew hatte auf dem Parteitag der Regierungspartei Einiges Russland am Samstag seinen Vorgänger und derzeitigen Ministerpräsidenten Putin als Kandidaten für die Präsidentenwahl 2012 vorgeschlagen. Medwedew selbst soll nach einer Wahl Putins Regierungschef werden.












