Ethnische Ausschreitungen in Bulgarien

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In Bulgarien sind bei Zusammenstößen zwischen Roma und slawischen Dorfbewohnern mehrere Häuser eines Roma-Bosses niedergebrannt worden. Die Polizei nahm in der Nacht auf Sonntag in dem südbulgarischen Dorf Katuniza im Raum Plovdiv 127 Menschen fest, teilte das Innenministerium in Sofia mit. Der Schlägerei schlossen sich auch slawische Fußballfans aus Plovdiv an.
in 16-Jähriger starb dabei an Herzversagen. Fünf Menschen, unter ihnen auch Polizisten, wurden verletzt. Die Ausschreitungen zwischen den beiden Volksgruppen wurden durch einen Verkehrsunfall ausgelöst. Dabei war ein 19-jähriger slawischer Jugendlicher von einem Minibus tödlich überfahren worden, in dem sich Bekannte des örtlichen Roma-Bosses "Zar Kiro" (König Kiro) befanden. Die Dorfbewohner beschuldigen den wohlhabenden Roma-Anführer seit langem, sie zu terrorisieren und dabei unantastbar zu sein.
Aufgebrachte Dorfbewohner setzten nach dem Unfall die Häuser von "Zar Kiro" in Brand, um seinen Clan aus dem Dorf zu vertreiben. Während der Ausschreitungen sollen seine Angehörigen nach Medienberichten das Dorf verlassen haben.
In dem Balkanland Bulgarien sollen nach Schätzungen rund 500.000 Roma leben. Bei der Volkszählung Anfang 2011 gaben allerdings nur 325.000 der Befragten an, zur Roma-Minderheit zu gehören.













