Blutvergießen in Syrien hält an
Die Gewalt in Syrien nimmt kein Ende. Mindestens 18 Menschen wurden nach Angaben der Opposition am Samstag bei Demonstrationen gegen des Regime von Präsident Assad getötet. Unterdessen traten weitere Sanktionen der EU gegen Syrien in Kraft. Angesichts der anhaltenden Unruhen forderte Russland von Damaskus eine rasche Umsetzung der angekündigten politischen Reformen.
Allein in der Provinz Homs hätten Sicherheitskräfte am Samstag zwölf Menschen erschossen, berichteten Oppositionsvertreter. Wegen der Medienblockade des Regimes ließen sich die Informationen von unabhängiger Seite nicht überprüfen.
In Damaskus hätten Unterstützer des Präsidenten den französischen Botschafter in Syrien, Eric Chevallier, angegriffen, berichteten Augenzeugen. Demnach wurden auf den Botschafter und dessen Begleitung Steine und Eier geworfen. Frankreichs Außenminister Juppe hatte dem Regime in Syrien Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen.
Im Amtsblatt der EU wurden Einzelheiten zu einem Verbot von Öl-Investitionen und der Lieferung von Geldscheinen und Münzen an die syrische Zentralbank veröffentlicht.
Weitere Einreiseverbote wurden gegen den syrischen Justizminister Awwad und Informationsminister Mahmoud verhängt. Zugleich wurden Vermögenswerte dieser beiden Vertrauten Assads in der EU eingefroren. Die Liste gebannter Personen umfasst jetzt 65 Namen, darunter auch Präsident Assad selbst. Außerdem dürfen EU-Firmen mit sechs zusätzlichen Unternehmen keine Geschäfte mehr machen.
Nach Schätzungen der Vereinten Nationen sind seit Beginn der Proteste gegen die Assad-Regierung insgesamt 2.700 Menschen ums Leben gekommen - die meisten von ihnen gewaltlose Demonstranten, die bei Kundgebungen von Sicherheitskräften erschossen wurden.












