Spindelegger dementiert Berichte über VP-Querelen

Foto © APA
Völliges Unverständnis demonstrierte Vizekanzler ÖVP-Chef Spindelegger in Bezug auf jüngste Medienberichte über angebliche Querelen innerhalb der eigenen Partei. "Kein Wort wahr" sei etwa an einem Bericht der "Kleinen Zeitung", wonach er "angesichts der miesen Stimmung in der Partei und interner Querschüsse" in einer geheimen Sitzung mit den ÖVP-Landeschefs ein "Vertrauensvotum" erzwungen habe.
"Eine bewusste Fehlinterpretation", sagte Spindelegger gegenüber der APA in New York, wo er an der UNO-Generalversammlung teilnimmt. Auch einen Bericht des "Kurier", wonach der ÖVP-Klub den gemeinsamen Antrag der Opposition, der auch eine Untersuchung der Inseraten-Affäre rund um die ÖBB und den damaligen Verkehrsminister und jetzigen Bundeskanzler Faymann vorsieht, vollinhaltlich unterstützen will, und Spindelegger vorzeitig zwei Mitarbeiter nach Wien zurückschicke, um dort die Lage "geradezubiegen" - dementierte der Vizekanzler, in diesem Fall offenkundig amüsiert. "Das hätten wir schon vor drei Wochen wissen müssen", meinte Spindelegger, denn damals seien die entsprechenden Tickets gebucht worden. Die beiden Mitarbeiter - die sich tatsächlich während des APA-Gespräches mit dem Vizekanzler in Richtung Wien verabschiedeten - flögen geplanterweise früher zurück und hätten im Übrigen auch gar nicht das entsprechende Pouvoir.
In der Causa ÖBB-Inserate selbst erklärte der Vizekanzler, die derzeit zu klärenden Umstände "sind nicht in einem Untersuchungsausschuss, sondern bei der Korruptionsstaatsanwaltschaft richtig aufgehoben". Aus dem ÖVP-Klub war Freitagabend keine Stellungnahme zu dem entsprechenden "Kurier"-Bericht zu erhalten.












