Spannungen wegen neuen Grenzübergängen im Kosovo
Zwei von Kosovo-Serben neu eröffnete, illegale Grenzübergänge haben den Konflikt im Nordkosovo weiter angeheizt. In der vergangenen Nacht wurde eine der Verbindungsstraßen durch deutsche KFOR-Soldaten durch einen Stacheldraht gesperrt. Daraufhin hätten Serben einen neuen Weg errichtet, berichteten Medien. Seit einer Woche erfolgt die Versorgung des Nordkosovs über diese illegalen Grenzübergänge.
Die legalen Grenzübergänge Jarinje und Brnjak, die seit einer Woche von EULEX-Beamten, kosovarischen Polizisten und Zöllnern überwacht werden, sind zwar für den Verkehr offen, für Fahrzeuge aber praktisch unbenutzbar. Serben im Nordkosovo hatten in der Vorwoche alle wichtigsten Verkehrswege verbarrikadiert. Die Barrikaden werden laut Medienberichten weiter ausgebaut. Nach Angaben von Augenzeugen wollen auch keinen einzigen Passanten in der vergangenen Woche gesehen haben.
Treibstoff gehört unterdessen zur Mangelware im Nordkosovo, serbische Medien berichteten in den letzten Tagen auch über Engpässe bei der Versorgung mit Grundnahrungsmitteln. Im Norden des Kosovo leben Schätzungen zufolge etwa 60.000 Serben. Sie widersetzen sich der Zollkontrolle durch kosovarische Beamten. Dies war auch der Grund für die Errichtung von Verkehrsblockaden.
13 serbische Lkw-Fahrer waren während der vergangenen Tage von der kosovarischen Polizei im Südteil von Mitrovica wegen der Einreise in den Kosovo über einen illegalen Grenzübergang festgenommen und mit einer 48-stündigen Polizeihaft belegt.












