Berlusconi immer tiefer im Strudel des Sexskandals

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Mitten in der akuten Schuldenkrise, die Italien schwer belastet, gerät Regierungschef Silvio Berlusconi wegen neuer Enthüllungen über Sexpartys und Geschäfte mit skandalumwitterten Unternehmen ziemlich unter Druck. Täglich veröffentlichen die Zeitungen von der Staatsanwaltschaft abgehörte peinliche Telefongespräche zwischen Berlusconi und dem süditalienischen Unternehmer Giampaolo Tarantini.
Der aus dem süditalienischen Bari stammende Tarantini, soll Berlusconi junge Frauen vermittelt haben, die er meist selbst bezahlte. Dafür soll er mit Berlusconis Unterstützung zu öffentlichen Ausschreibungen gekommen sein und sich den Zugang zu hohen Wirtschaftskreisen und Kontakten zu Staatsunternehmen verschafft haben. Tarantini sitzt jetzt wegen des Vorwurfs in Untersuchungshaft, vom Premier 850.000 Euro für sein Schweigen über die wilden Partys des Medienzaren erpresst zu haben.
Sowohl erfahrene Callgirls, als auch junge Frauen aus guten Familien Baris vermittelte Tarantini dem Premier. Sie mussten auf ausdrücklichen Wunsch des Premiers jung, schlank und nicht zu groß sein. "Bring nicht zu große Mädchen, wir zwei sind ja nicht groß", mahnte der Premier in einem Telefongespräch. Der Medientycoon prahlte am Telefon mit Tarantini gern über seine Liebeskünste. Über elf Frauen seien vor seiner Tür gestanden, um mit ihm die Nacht zu verbringen. "Ich habe nur mit acht Sex gehabt, mehr konnte ich nicht. Ich bin aber mit meinem Durchhaltevermögen zufrieden", so Berlusconi, der seine "Mädchen" an Bord seines Regierungsflugzeuges genommen haben soll.
Aus den Telefongesprächen geht klar die zunehmende Sexversessenheit des Premiers hervor. "Ich will die Tage mit meinen Mädchen verbringen. Ich arbeite als Premier in der Freizeit", prahlte er. Die Regierungstermine bezeichnete er als lästige Pflichten, denen er entweichen wolle, um sich von seinen Girls verwöhnen zu lassen.
Der Medienzar reagierte wütend auf die protokollierten Abhörungen der Ermittler. Er habe keinen Grund sich zu schämen und werde nicht zurücktreten, schrieb der Premier in einem Brief an die Tageszeitung "Il Fatto". Die italienische Opposition reagiert empört auf die jüngsten Enthüllungen.












