Wieder 193 Tunesier auf Lampedusa eingetroffen
Die Flüchtlingswelle in Richtung Lampedusa lässt nicht nach. In den letzten zwei Tagen erreichten insgesamt 193 Tunesier die Mittelmeerinsel. In der Nacht auf Samstag traf ein Boot mit 84 tunesischen Migranten an Bord ein. Das Boot wurde von der italienischen Küstenwache in Sicherheit gebracht, da es in Seenot geraten war. Außerdem traf ein weiteres Boot mit 17 Tunesiern auf Lampedusa ein.
Die Migranten seien wohlauf und seien in das Auffanglager der Insel gebracht worden, berichtete die Küstenwache am Samstag. Auch am Freitag waren zwei Migrantenboote mit insgesamt 92 Personen an Bord auf Lampedusa gelandet.
Auf Lampedusa herrscht Aufregung wegen der hohen Anzahl von Migranten. 1.000 Ausländer, darunter viele Minderjährige, befinden sich im Auffanglager der Insel. Der Bürgermeister Lampedusas, Dino De Rubeiis, appellierte erneut an die Regierung, Hilfe zu leisten. In den vergangenen Tagen sei es wiederholt zu Protesten tunesischer Migranten gekommen, die von Italien in ihre Heimat abgeschoben werden sollten.
Seit Beginn der Krise in Nordafrika sind offiziellen Angaben zufolge 26.000 tunesische Migranten auf Lampedusa eingetroffen, weitere 28.000 Flüchtlinge seien in Libyen in Richtung Norden aufgebrochen. Aufgrund eines zwischen Italien und Tunesien abgeschlossenen Abkommens werden tunesische Migranten in ihre Heimat abgeschoben, was heftigen Protest unter den Tunesiern ausgelöst hat.












