Libysche Rebellen für Angriff auf Sirte bereit

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Libyens neue Machthaber haben nach eigenen Angaben mindestens 6.000 Kämpfer für den Angriff auf Sirte mobilisiert, eine der letzten Bastionen von Anhängern des untergetauchten Ex-Diktators Gaddafi. Mindestens 6.000 Kämpfer mit 1.200 Fahrzeugen seien aus Misrata und anderen Städten in und um die Küstenstadt zusammengezogen worden, sagte der Kommandant Salem Djeha am Samstag.
Seit dem Vorabend sei der Flughafen der Stadt unter ihrer Kontrolle. Es gebe noch Widerstand, doch die Befreiung der Stadt sei "geregelt" und "beendet", sagte Djeha. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung sei geflohen. Der Leutnant Abdel Wahi al-Aguri sagte, die Kämpfer der neuen Führung kontrollierten die Autobahn und den südlichen Teil der Stadt. Sie würden keine schweren Waffen mehr einsetzen, um das Leben von Zivilisten nicht zu gefährden.
Ein Sprecher des untergetauchten Gaddafi erhob indes schwere Vorwürfe gegen die NATO: Bei Luftangriffen des westlichen Militärbündnisses in Gaddafis Geburtsstadt Sirte seien Wohnhäuser getroffen und 354 Menschen getötet worden, sagte Mussa Ibrahim am Samstag.
Nach dem Sturz von Gaddafi hat der UNO-Sicherheitsrat unterdessen die gegen Libyen verhängten Sanktionen gelockert. Das Gremium beschloss am Freitag in New York auch einstimmig die Entsendung einer UNO-Mission. Der libysche Übergangsrat hatte zuvor bereits offiziell den Sitz des nordafrikanischen Landes bei den Vereinten Nationen zugesprochen bekommen.
In der Resolution begrüßte der Sicherheitsrat die "Verbesserung der Situation" in Libyen, warnte aber vor Gefahren durch die unkontrollierte Verbreitung von Waffen aus den Arsenalen von Gaddafis Streitkräften. Dies könnte "Auswirkungen auf Frieden und Stabilität in der Region" haben, hieß es.
Die Strafmaßnahmen gegen den libyschen Öl- und Bankensektor wurden weitgehend aufgehoben. Die von Großbritannien eingebrachte Resolution erlaubt auch Waffenlieferungen und technische Unterstützung für die Übergangsregierung. Die Flugverbotszone soll dagegen zunächst bestehen bleiben, ebenso wie die Sanktionen gegen Gaddafi und seine Getreuen.













