Auch kosovarische Zöllner an Grenze versetzt

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Der kosovarische Innenminister Rexhepi hat erklärt, dass Freitagfrüh auch kosovarische Polizisten und Zöllner an die Grenzübergänge Jarinje und Brnjak im Nordkosovo versetzt worden seien. Das Personal der EU-Rechtsstaatsmission EULEX werde an den beiden Grenzübergängen operative Aufgaben verrichten, kosovarische Beamten würden technische Aufgaben übernehmen, sagte Rexhepi dem Sender "KiM" .
Der Einsatz kosovarischer Beamten an den beiden Übergängen wird von Belgrad abgelehnt und den im Nordkosovo die Bevölkerungsmehrheit bildenden Serben heftig bekämpft. Die Operation sei kurz vor acht Uhr durchgeführt worden, wurde Rexhepi weiter zitiert. Der Hubschraubertransport sei vom KFOR-Stützpunkt bei Leposavic aus erfolgt. Rexhepi betonte, dass die Aktion "problemlos" verlaufen sei.
Mehrere hundert Serben versammelten sich in den frühen Morgenstunden vor dem Grenzübergang Jarinje, der von der internationalen Schutztruppe KFOR am Donnerstagabend mit Stacheldraht abgesperrt worden war. Serben haben Barrikaden auch an beiden Seiten des Grenzüberganges Brnjak, westlich von Mitrovica, errichtet. Die zwei Grenzübergänge sind für den Verkehr derzeit weiterhin gesperrt, berichteten Medien. Die von Serben in den letzten Tagen aufgestellten Blockaden bestehen an allen wichtigen Verkehrswegen im Nordkosovo.
Die Grenzübergänge Jarinje und Brnjak, die in einer mehrheitlich von Serben bewohnten Region liegen, waren bis Donnerstag unter KFOR-Kontrolle, nachdem ein Versuch Pristinas, am 25. Juli dorthin kosovarische Polizisten und Zöllner zu entsenden, am heftigen Widerstand der ortsansässigen Serben gescheitert war. Die Beamten wollten damals ein am 20. Juli verhängtes Importverbot gegen Waren aus Serbien durchsetzen.












