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Zuletzt aktualisiert: 14.09.2011 um 14:02 UhrKommentare

Töchterle stellt sein Studiengebühren-Modell vor

Foto © APA

Nachdem Wissenschaftsminister Töchterle kürzlich die Eckpunkte seines Studienbeitrags-Modells skizziert hat, stellte er am Mittwoch bei einem Besuch in der Studienbeihilfenbehörde in Wien dessen "soziale Komponenten" vor. Vorgesehen sind zahlreiche Ausnahmeregelungen, etwa für Studienbeihilfenbezieher, auch die einzelnen Unis sollen Personengruppen die Studiengebühren erlassen können.

Zudem strebt Töchterle, der dem Vernehmen nach sein Modell bereits der SPÖ übermittelt hat, einen aus den Beiträgen gespeisten Sozialfonds sowie eine Ausweitung der Studienförderung an. Töchterle will in seinem Modell, das "in diesen Tagen" mit der SPÖ besprochen wird, wie es aus seinem Büro heißt, keine bundesweit verpflichtenden Studiengebühren mehr. Vielmehr soll künftig jede Uni selbst entscheiden, ob und in welcher Höhe es Beiträge gibt, die aber 500 Euro pro Semester nicht überschreiten dürfen. Mit einer "starken sozialen Komponente" des Modells, das "keinen Studierenden vom Studium ausschließt", will Töchterle eine "Brücke" in Richtung SPÖ bauen, die Gebühren bisher kategorisch ausschließt.

Neben Studienbeihilfenbeziehern sollen, so die Pläne des Ministers, Studierende in Mobilitätsprogrammen, jene, die ein verpflichtendes Auslandsstudium absolvieren, Studenten von ausländischen Unis mit Partnerschaftsabkommen, Studierende, die mehr als zwei Monate aufgrund von Krankheit, Schwangerschaft oder Kinderbetreuung (bis zum 7. Geburtstag) nicht studieren konnten, sowie behinderte und beurlaubte Studenten keine Gebühren zahlen. Jede Uni könne zudem per Verordnung weiteren Personengruppen den Beitrag erlassen.

Derzeit erhalten mehr als 42.000 Studenten Studienbeihilfe, die durchschnittliche Beihilfenhöhe beträgt rund 4.300 Euro pro Jahr. Insgesamt stehen dafür 180 Mio. Euro zur Verfügung.

Quelle: APA

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