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Zuletzt aktualisiert: 13.09.2011 um 18:08 UhrKommentare

Kritik an Ungarn: "So kann man mit Nachbarn nicht umgehen"

Für Außenminister Spindelegger ist die Vorgehensweise Ungarns, auf Kosten in- und ausländischer Banken einen Schuldenerlass für ungarische Kreditnehmer zu erwirken, "kein guter Stil". Er hätte die Haltung Österreichs "in schroffer Form" dargelegt.

Ungarns Regierungschef Viktor Orban

Foto © APAUngarns Regierungschef Viktor Orban

Außenminister Michael Spindelegger (V) und Bundeskanzler Werner Faymann (S) haben am Dienstag erneut das Vorgehen von Ungarn in Sachen Fremdwährungskredite kritisiert. Er hoffe sehr, dass in Ungarn "die Alarmglocken zu läuten beginnen", man könne mit einem Nachbarn so nicht umgehen. Dies sei "kein guter Stil", sagte der ÖVP-Chef nach der Ministerratssitzung in Wien.

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat am Montag erklärt, er unterstütze einen teilweisen Schuldenerlass für ungarische Kreditnehmer auf Kosten in- und ausländischer Banken. Es sei "machbar", Privathaushalten eine Rückzahlung von Verbindlichkeiten in Euro und Franken zu einem festen Wechselkurs zu ermöglichen.

"In schroffer Form"

Spindelegger betonte am Dienstag einmal mehr, dass er gegenüber seinem ungarischen Amtskollege Janosz Martonyi die Haltung Österreichs "in schroffer Form" dargelegt habe. Faymann erklärte, auch er habe in mehreren Gesprächen gegenüber Ungarn den Standpunkt der österreichischen Bundesregierung zum Ausdruck gebracht. "Der Nachbar weiß Bescheid", so der Kanzler. Nun gelte es zu prüfen, inwieweit ein derartiges Vorgehen rechtens ist. Spindelegger betonte, man werde sich ungeachtet des ungarischen Vorgehens "mit dem Nachbarn konstruktiv zusammensetzen".


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