Serben blockierten erneut Verkehrswege im Kosovo
Alle Verkehrswege in den mehrheitlich von Serben bewohnten Nordkosovo sind am Donnerstag von der ortsansässigen Bevölkerung blockiert. Den Anlass hat laut der staatlichen serbischen Presseagentur Tanjug die Verkehrsblockade in der Ortschaft Zupce geliefert, die von der EULEX-Polizei im Rahmen der Ermittlungen über den Mordangriff auf einen kosovarischen Sonderpolizisten im Juli vorgenommen wurde.
Unweit der EULEX-Verkehrssperre haben Serben den Verkehrsweg mit ihren Wagen gesperrt, berichtete Tanjug. Die Nebenstraßen würden derzeit von KFOR-Soldaten überwacht werden.
Eine EULEX-Sprecherin bestätigte gegenüber dem serbischen Sender KiM in Mitrovica, dass der Verkehrsweg zwischen Zubin Potok und Zupce wegen Ermittlungen vorübergehend gesperrt bleiben würde. Der von Belgrad bestellte Bürgermeister von Nordmitrovic,a Krstimir Pantic, erklärte der serbischen Presseagentur gegenüber, dass die Blockaden von Serben auf eigene Initiative errichtet worden seien. Die Behörden würden die Situation nicht unter Kontrolle haben, so Pantic.
Serben hatten Ende Juli bereits einmal die wichtigsten Verkehrswege im Nordkosovo blockiert, nachdem eine kosovarische Sonderpolizei-Einheit versucht hatte, die Grenzübergänge Jarinje und Brnjak unter Kontrolle der Behörden in Pristina zu stellen. Die zwei Grenzübergänge werden seitdem von KFOR-Soldaten kontrolliert und sind nur für Passagierverkehr offen. Von der serbischen Volksgruppe im Nordkosovo wird die Autorität Pristinas nicht anerkannt. Kosovo hatte vor dreieinhalb Jahren seine Unabhängigkeit verkündet.













