Syrisches Regime verzögert arabische Vermittlung

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Der Generalsekretär der Arabischen Liga, Nabil Elaraby, hat seinen geplanten Syrien-Besuch auf Druck der Führung in Damaskus ein weiteres Mal verschieben müssen. Die Arabische Liga hat es sich zum Ziel gesetzt, mit diplomatischen Mitteln in Syrien ein Ende der Repressionen gegen Oppositionsanhänger zu erreichen. Elaraby, wird am Samstag mit dem syrischen Staatschef Assad zusammenkommen.
In Beirut verlautete, dass das Regime von Präsident Assad mit den Vorschlägen der Liga für eine Befriedung unzufrieden sei und gegen ein Treffen Elarabys mit syrischen Oppositionellen in Kairo protestieren wolle.
In der syrischen Protesthochburg Homs begannen Polizei und Armee einen Großeinsatz gegen Regimegegner. Sieben Demonstranten seien erschossen worden, sagten Aktivisten am Mittwoch. In mehreren Stadtteilen seien Regierungskräfte im Einsatz gegen Demonstranten, erklärten Mitglieder der Oppositionsbewegung.
Truppen des syrischen Regimes sollen erneut mindestens 14 Menschen in Homs getötet haben, wie Oppositionsaktivisten und Einwohner am Mittwoch erklärten. "Gepanzerte Fahrzeuge sind in die Stadt eingerückt, Hubschrauber sind am Himmel", berichtete der arabische Sender Al-Jazeera.
Demnach sollen Heckenschützen von Hausdächern aus auf Menschen schießen. Sicherheitskräfte sollen die Moschee Khalid bin Walid im Zentrum von Homs gestürmt und dort mehrere Menschen erschossen haben. Berichte über Tote gab es auch aus dem Grenzgebiet zur Türkei und der Stadt Hama.
Frankreich forderte indes die UN-Vetomacht Russland auf, Sanktionen gegen Syrien im Weltsicherheitsrat zuzustimmen. "Die Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die das Regime von Präsident Bashar al-Assad begangen hat, machen Sanktionen notwendig", sagte Außenminister Juppe am Mittwoch bei einem Treffen mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow in Moskau. Lawrow wies die Forderungen zurück und kritisierte die Opposition in Damaskus.
Syrien hat sich unbeeindruckt von den Öl-Sanktionen der EU gezeigt und die Gewalt gegen Demonstranten fortgesetzt. Der syrische Finanzminister Mohammed al-Dshleilati sagte der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch in Abu Dhabi, das Rohöl werde an Russland oder China verkauft oder in den eigenen Raffinerien verarbeitet.












