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Zuletzt aktualisiert: 01.09.2011 um 20:11 UhrKommentare

Reichhold legt seine Stadtwerke-Ämter zurück

Telekom-Affäre: Der Ex-Minister Mathias Reichhold weist zwar eine Verwicklung in die Telekom-Affäre zurück. Bis zur Klärung scheidet er aber als Vorsitzender im Stadtwerke-Aufsichtsrat aus.

Reichhold weist Telekomverbindung zurück

Foto © PhinoReichhold weist Telekomverbindung zurück

Jetzt ragt die Telekom-Affäre bis nach Klagenfurt. Ex-Minister Mathias Reichhold (FP), im Vorjahr über Monate Berater des Klagenfurter Bürgermeisters Christian Scheider (FPK), legte am Donnerstag den Vorsitz des Stadtwerke-Aufsichtsrates und der EKG zurück. Einschränkend heißt es in dem von Scheider als Eigentümervertreter versandten Schreiben: "Bis zur restlosen Klärung des Falles." Tags zuvor war bekannt geworden, dass der Ex-Verkehrsminister nach seinem Ausscheiden aus der Politik 2003 auf der Lohnliste der Telekom gestanden haben soll, also jenes Unternehmens, für das Reichhold als Minister zuständig war. 72.000 Euro soll er vom Lobbyisten Peter Hochegger erhalten haben. Der Betrag stamme nicht von der Telekom, differenzierte Reichhold. Am Donnerstag detaillierte er: "Drei Jahre nach dem Ausscheiden aus der Politik war ich für Hocheggers Gesellschaft im Zusammenhang mit der EU-Präsidentschaft Österreichs als Berater tätig. Mit den Vorfällen rund um die Telekom habe ich nichts zu tun." Mit seinem Schritt wolle er vermeiden, dass die Stadtwerke in eine "politisch motivierte, polemisch geführte Diskussion geraten." Für Scheider ist das "eine klare Vorgangsweise." Reichhold habe den Rücktritt von sich aus angeboten. Pikant: Zuletzt kursierte Reichhold auf der Gerüchtebörse. Im Falle des Ausscheidens von Uwe Scheuch könnte er in die Landesregierung zurückkehren.

Nach Hinweisen der Wiener Grünen kam am Donnerstag auch ein Dementi von Ex-Fußball-Obmann Josef Steindorfer: Der FC Kärnten habe nie Geld von der Telekom erhalten.

ANDREA BERGMANN

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