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Zuletzt aktualisiert: 31.08.2011 um 16:38 UhrKommentare

Sünkel: Uni-Anmeldung "zahnloser Tiger"

Um Mitternacht endet die Anmeldefrist. Die vorläufigen Zahlen lassen einen regelrechten Ansturm von Studienanfängern vermuten. Der Präsident der Universitätenkonferenz, Hans Sünkel, sieht aber keinen Grund zur Panik. Die Voranmeldungen seien ein "zahnloser Tiger".

Foto © APA

Am Mittwoch endet die Frist der verpflichtenden Uni-Voranmeldung für all jene, die ab Herbst ein Studium an einer österreichischen Universität beginnen wollen. Der aktuelle Stand der Voranmeldungszahlen an den einzelnen Unis lässt auf den ersten Blick einen regelrechten Ansturm von Studienanfängern vermuten.

Die Unverbindlichkeit der Voranmeldung, die Möglichkeit sich für mehrere Studien und an mehreren Unis zu registrieren, und die große Anzahl an zwischen Studien wechselnden Studenten lassen jedoch laut den Unis kaum Interpretationen und Einschätzungen zu.

Zahlen verdreifacht

Beinahe dreimal so hoch wie die Zahl der Erstsemestrigen im Wintersemester 2010/11 war beispielsweise am Freitag (26.8.) die Zahl der für Voranmeldungen an der Uni Innsbruck: 6.537 Erstsemestrige haben sich vorangemeldet (2010: 2.348), davon sind 2.219 deutsche Studienanfänger (2010: 379) und 3.126 Österreicher (2010: 1.512).

Ein ähnliches Bild zeigt sich an der Uni Wien, wo sich nach aktuellem Stand mehr als 29.000 Interessenten mit 39.000 Anträgen angemeldet (2010: 12.621 Studienanfänger) haben. An der Universität Graz haben sich bis Dienstag 6.695 Studienanfänger vorangemeldet (2010: 4.564 Erstzugelassene).

An der Uni Klagenfurt sind unter den rund 2.650 Vorangemeldeten 1.731 Neuzugänge. Die Uni Linz hält bei den Voranmeldungen am Mittwochnachmittag bei mehr als 3.400, bis Donnerstag werden 3.500 erwartet. Die Universität Salzburg konnte bis Mittwochmittag keine Zahlen liefern.

WU: Viele deutsche Interessenten

Die Wirtschaftsuniversität Wien verzeichnet vor allem eine hohe Zahl an Voranmeldungen für die Masterstudien. Vor allem das Interesse deutscher Studenten ist nach Angaben des Rektorats hoch: Die Anzahl der Interessenten aus Österreich und Deutschland steht im Verhältnis von 4:3.

Keinen Grund zur Panik bei diesen Zahlen sieht auch der Präsident der Universitätenkonferenz, Hans Sünkel. Er rechne zwar mit einem Anstieg der Studentenzahlen, an eine "gigantische Vermehrung" glaube er aber trotz der im Vergleich zu den Erstsemestrigen im Vorjahr hohen Zahl an Voranmeldungen "absolut nicht", sagte er im Ö1-Mittagsjournal am Mittwoch. Zumindest in der derzeitigen Form sei die Voranmeldung ein "zahnloser Tiger". Wissenschaftsminister Töchterle betonte indes, dass durch die Pflicht sich vorab zu registrieren, "wenigstens die Maximalzahl" an Studienanfängern schon mit Anfang September klar sei. Er sprach von einem wichtigen Versuch, den Unis mehr Planungssicherheit zu geben.


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