AK-Erhebung: Sparzinsen bleiben im Keller
Mit einem durchschnittlichen Zinssatz von 0,656 Prozent auf täglich fällige Spareinlagen liegt das Zinsniveau in Österreich deutlich unter jenem in der Eurozone.

Foto © APADas Zinsniveau in Österreich liegt deutlich unter jenem in der Eurozone
Die Spareinlagen seien ein besonders billiges Geld für die Banken, kritisierte gestern Josef Kaufmann von der steirischen Arbeiterkammer die heimischen Geldinstitute. Eine Erhebung der AK habe gezeigt, so Kaufmann, dass die Zinsen deutlich unter dem Euribor liegen, jenem Zinssatz, zu dem sich die Banken untereinander Geld leihen.
Konkret bieten die zehn untersuchten Banken für Sparkarten bzw. Online-Sparbücher zwischen 0,062 und 1,375 Prozent Zinsen, für klassische Sparbücher zwischen 0,062 und einem Prozent. Dazu kommt, dass sogar im Online-Bereich zum Teil saftige Gebühren anfallen, die die minimalen Zinsen auffressen. Berücksichtigt man die Inflationsrate, wird Sparen gänzlich zum Minusgeschäft, so Kaufmann.
Höhere Zinsen winkten bei den Online-Direktbanken, wo auch keine Gebühren anfielen. Mit Verhandlungsgeschick könnten aber auch bei den Filialbanken höhere Zinsen herauszuschlagen sein. Auch längerfristige Bindung bringt höhere Zinsen.












