Wieder Schlag gegen Al-Kaida - Nummer zwei getötet

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Fast vier Monate nach dem Tod Osama bin Ladens hat das Terrornetzwerk Al-Kaida offenbar einen weiteren schweren Schlag hinnehmen müssen: Wie die US-Regierung mitteilte, wurde die mutmaßliche Nummer zwei von Al-Kaida, Attiyah Abd al-Rahman, in Pakistan getötet. Der Libyer sei am 22. August umgekommen, sagte der US-Vertreter, ohne sich zu den näheren Todesumständen zu äußern.
Örtliche Vertreter aus der Grenzregion Nord-Waziristan hatten jedoch berichtet, dass an dem Tag beim Luftangriff einer US-Drohne auf ein Fahrzeug vier radikalislamische Kämpfer getötet worden seien. Er soll sich zusammen mit Bin Laden im Herbst 2001 in das unwegsame afghanisch-pakistanische Grenzgebiet zurückgezogen haben. Nach der Tötung Bin Ladens in diesem Mai durch ein US-Spezialkommando sei er zur Nummer zwei der Terrororganisation aufgestiegen, hieß es weiter.
Laut dem US-Regierungsbeamten wird Al Kaida den Tod Rahmans nur schwer verkraften. Bin Ladens Nachfolger Ayman al-Zawahiri habe sich in vielen Bereichen auf seinen mutmaßlichen Stellvertreter gestützt. Das nach dem Angriff auf Bin Ladens Unterschlupf beschlagnahmte Material zeige eindeutig, dass Rahman für Al Kaida "eine Reihe von Operationen" geleitet habe. "Er hat für das Terrornetzwerk viele Aufgaben übernommen und wird nur schwer zu ersetzen sein", sagte der US-Beamte.
Das deutsche Nachrichtenmagazin "Spiegel" hatte im Mai berichtet, Rahman habe offenbar von Pakistan aus auch die drei Männer geleitet, die Ende April in Düsseldorf unter Terrorverdacht festgenommen wurden. Sie waren laut deutscher Bundesanwaltschaft von einem ranghohen Al-Kaida-Mitglied beauftragt worden, in Deutschland Anschläge zu begehen.
Die Beschuldigten sollen seit Dezember 2010 ein Attentat im Raum Düsseldorf vorbereitet haben und suchten nach Wegen, Chemikalien für den Bombenbau zu beschaffen. Dem Bericht zufolge wandte sich Rahman zunächst an den Marokkaner Abdeladim el-K., der als Kopf der Zelle gilt. Später hätten die Düsseldorfer aber offenbar den Kontakt verloren.












