Edlinger-Ploder fordert Selbstbehalte für alle
Gesundheitslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder hält einen Selbstbehalt für sinnvoll. Außerdem ist die ÖVP-Politikerin auch für Ambulanzgebühren und Änderungen bei der Pflichtversicherung.

Foto © Kanizaj Edlinger-Ploder über ihre Vorstellungen zur Gesundheitsreform
Einen radikalen Vorschlag äußert in Sachen Gesundheitsreform die steirische Gesundheitslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder (ÖVP): "Ich hielte es für durchaus sinnvoll, wenn alle Patienten in Österreich bei ihrem Arztbesuch einen Selbstbehalt zahlen", sagt Edlinger-Ploder zum Kurier (Sonntag-Ausgabe). Den Einwand, wonach Selbstbehalte vor allem sozial Schwache treffen, lässt sie nicht gelten. "Verschiedenste Patienten in Österreich, seien es Bauern, Beamte oder auch Eisenbahner, zahlen selbstverständlich ihre 20 Prozent Selbstbehalt. Wenn man will, könnte man Selbstbehalte wie die Rezeptgebühr nach sozialen Kriterien staffeln."
Auch die Wieder-Einführung von Ambulanzgebühren oder Änderungen bei der Pflichtversicherung kann sich Edlinger-Ploder vorstellen: "Warum schreiben wir den Menschen vor, welcher Krankenkasse sie beitreten?" Für die Steirerin wäre eine Versicherungspflicht sinnvoller: "Dann würden sich die Kassen mehr um ihre Patienten bemühen. Und es würde ein Wettbewerb der besten Ideen entstehen."












