Fünf Tote bei Anschlag in Südafghanistan
Bei drei Anschlägen in der südafghanischen Provinz Helmand sind mindestens fünf Menschen getötet und mehr als 40 weitere verletzt worden. Beim schwersten Anschlag in der Provinzhauptstadt Lashkar Gah starben nach Polizeiangaben vier Menschen und 22 wurden verletzt, als ein Selbstmordattentäter sich mit seinem Auto in die Luft sprengte. Die radikalislamischen Taliban bekannten sich zu der Tat.
Bei zwei weiteren Anschlägen mit Autobomben auf Polizeiposten in der historischen Taliban-Hochburg Kandahar wurde ein weiterer Mensch getötet und mindestens 22 verletzt, darunter 13 Kinder. Der Anschlag in Lashkar Gah richtete sich gegen eine Warteschlange vor einer Zweigstelle der Kabul Bank. Unter den Opfern waren zahlreiche Polizisten und Militärs, die vor den Festlichkeiten zum Abschluss des islamischen Fastenmonats Ramadan ihre Gehälter abholen wollten.
Die Taliban hatten in der Vergangenheit schon mehrmals Anschläge gegen Regierungsangestellte und Soldaten verübt, die vor Banken auf ihr Geld warteten. Im Februar hatten fünf Selbstmordattentäter im ostafghanischen Jalalabad eine Filiale der Kabul Bank angegriffen, als gerade die Gehälter für Polizisten ausgezahlt wurden. Bei dem Anschlag wurden 38 Menschen getötet.
Helmand ist eine Hochburg der radikalislamischen Taliban. Die Provinzhauptstadt Lashkar Gah gilt aber als relativ ruhig, die internationalen Truppen hatten dort im Juli die Sicherheitsverantwortung an die afghanischen Streitkräfte übergeben. Seitdem hat sich die Lage aber nach Angaben einiger Einwohner verschlechtert.
Nur etwa 50 Meter vom Anschlagsort entfernt befindet sich der Sitz des Gouverneurs von Helmand, in der Nähe ist die örtliche Niederlassung des Telekommunikationsministeriums. Mitte August waren beim Angriff eines Selbstmordkommandos auf den Dienstsitz des Gouverneurs der ostafghanischen Provinz Parwan mehr als 22 Menschen getötet worden. Zu der Tat bekannten sich die Taliban.












