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Zuletzt aktualisiert: 26.08.2011 um 14:42 UhrKommentare

Schmied für "Offensivstrategie" beim Uni-Zugang

Foto © APA

Nein zu Zugangsbeschränkungen, aber ja zu Zugangsregelungen: Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz als Reaktion auf das von Wissenschaftsminister Töchterle präsentierte Expertenpapier zum Hochschulplan sprachen sich Unterrichtsministerin Claudia Schmied und SPÖ-Klubobmann Cap erneut gegen Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen aus.

Über die Frage, welche Kapazitäten die Unis derzeit haben und wie man "in Folge strategisch ansetzt", komme man bei der Erstellung des Hochschulplans jedoch nicht umhin, so Schmied. "Ziel der Bundesregierung war immer: Wir wollen mehr Absolventen", so Schmied, "und dafür braucht es keine Defensiv-, sondern eine Offensivstrategie". Der Vorschlag wird sowohl von Töchterle als auch vom Präsidenten der Universitätenkonferenz Hans Sünkel als Schritt in Richtung ÖVP in der Frage von Zugangsregelungen interpretiert.

Schmied stellt sich einen "dynamischen Topf" vor, mittels dem man auf Angebot und Nachfrage im Studienangebot reagieren kann. Sollte beispielsweise erhöhter Bedarf an wirtschaftswissenschaftlichen Studien bestehen "muss man auch über einen neuen Universitätsstandort diskutieren". Auch das Setzen "neuer Schwerpunkte" als Reaktion auf überlaufene Studien sei nicht ausgeschlossen. Die SPÖ sei "gegen Zugangsbeschränkungen als Barriere", erläuterte Cap, aber für Zugangsregelungen wie der ab Herbst startenden neuen Studieneingangs- und Orientierungsphase (STEOP), die es nach dem Wintersemester "zu evaluieren gilt".

Schmied will zwischen "vor Numerus Clausus flüchtenden" ausländischen Studenten und jenen, die beispielsweise in Form von Auslandssemestern aufgrund der Vielfalt des österreichischen Hochschulsektors kommen, unterscheiden. Sie fordert ein klares Konzept zur Studienplatzfinanzierung "als Basis für Verhandlungen zu Ausgleichszahlungen". Erst wenn man wisse, wie viel ein Studienplatz koste, könne man in auch auf europäischer Ebene geführte Verhandlungen eintreten.

Quelle: APA

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