Liberaler gewinnt Präsidentenwahl in Kap Verde

Foto © APA
Im westafrikanischen Inselstaat Kap Verde hat der liberale Oppositionskandidat Jorge Carlos Fonseca die Präsidentschaftswahl gewonnen. Bei der Stichwahl am Sonntag kam der Kandidat der Bewegung für die Demokratie (MPD) auf 54,16 Prozent der Stimmen und besiegte damit den Sozialisten Manuel Inocencio Sousa von der regierenden Afrikanischen Partei für die Unabhängigkeit (PAICV).
Der bisherige Präsident, der Sozialist Pedro Pires, durfte nach zwei Amtszeiten nicht noch einmal antreten. In der vor der Küste des Senegal gelegenen Republik waren rund 305.000 Bürger zu dem Urnengang aufgerufen gewesen. Mehr als 40 Prozent der Wahlberechtigten nahmen nicht teil. Sousa hatte bereits am Sonntag seine Niederlage akzeptiert. Der Staatspräsident hat in Kap Verde lediglich eine repräsentative Funktion. Bei der Parlamentswahl im Februar hatten die Sozialisten ihre absolute Mehrheit verteidigt.
Afrikanische Wahlbeobachter hatten die Stichwahl als frei, transparent und gerecht beurteilt. Das Wahlergebnis muss noch vom Obersten Gerichtshof anerkannt werden, dies dürfte in den kommenden Tagen geschehen. Kap Verde zählt zu den wohlhabenderen Ländern Afrikas. Die ehemalige portugiesische Kolonie leidet zwar unter Rohstoff- und Wassermangel, erzielt aber mit Tourismus gute Einnahmen.












