Tausende bei Schweigemarsch für Opfer in Israel

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Mehrere tausend Menschen haben am Samstag in Tel Aviv der Opfer der neuen Welle der Gewalt zwischen Israelis und Palästinensern gedacht. Zu dem Schweigemarsch hatten die Organisatoren der im Juli begonnenen Sozialproteste gegen hohe Lebenshaltungskosten und ungleiche Lebensverhältnisse aufgerufen. Unterdessen spitzt sich der Kampf zwischen Israelis und Palästinensern zu.
Die ursprünglich geplanten Demonstrationen waren wegen der blutigen Anschläge vom Donnerstag im Süden des Landes abgesagt worden. Sprecher forderten, der Kampf für mehr soziale Gerechtigkeit müsse aber trotz der bedrohlichen Lage fortgesetzt werden. "Bisher haben wir Israelis uns immer geduckt, wenn unsere Sicherheit bedroht war. Aber wir können nicht länger warten", sagte Sharon, einer der Teilnehmer des Marsches, der Nachrichtenagentur dpa. Allerdings war die Kundgebung viel kleiner als an den Samstagen zuvor. Vor zwei Wochen waren in Tel Aviv 250.000 Menschen auf die Straße gegangen.
In der Nacht zum Sonntag hat die israelische Armee bei einer Razzia im Westjordanland dutzende Mitglieder der radikalislamischen Hamas-Bewegung festgenommen. Ein Vertreter der palästinensischen Sicherheitskräfte gab die Zahl der Festnahmen in der Nacht zum Sonntag mit 120 an. Die israelische Armee wollte sich nicht zu den Ereignissen äußern. Die Razzia erfolgte wenige Stunden nach dem Abschuss von vier Raketen auf die Stadt Ofakim im Süden Israels durch die Ezzedin-al-Kassam-Brigaden, dem bewaffneten Arm der Hamas.
Nach Angaben der Armee wurden seit dem frühen Sonntagmorgen erneut 17 Raketen aus dem Gazastreifen auf den Süden Israels abgefeuert, ohne Opfer oder Schäden zu verursachen. Die jüngste Eskalation der Gewalt wurde am Donnerstag ausgelöst durch eine Serie von Angriffen mutmaßlicher palästinensischer Extremisten nahe des israelischen Badeorts Eilat am Roten Meer. Als Vergeltung flog die israelische Armee Luftangriffe auf den Gazastreifen, dabei starben nach palästinensischen Angaben mindestens 15 Menschen.












