UNO soll Zugang zu Süd-Kordofan erhalten
Wenige Tage nach der Vorstellung eines Berichts über mögliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder Kriegsverbrechen in der sudanesischen Region Süd-Kordofan will die Regierung in Khartum den Vereinten Nationen Zutritt zu dem Gebiet gewähren. Am Samstag soll eine viertägige Mission zur Begutachtung der dort vorhandenen Vorräte an Lebensmitteln und Hilfsgütern starten, sagte ein UNO-Sprecher.
Nach Angaben der sudanesischen Vertretung bei den Vereinten Nationen sollen an der Mission sechs UNO-Organisationen teilnehmen. Ein westlicher UNO-Diplomat kritisierte jedoch, dass Khartum bezüglich der Vorwürfe weiter nicht gesprächsbereit sei.
Laut dem am Montag vorgestellten UNO-Bericht soll es zwischen dem 5. und 30. Juni in Süd-Kordofan standrechtliche Hinrichtungen, Luftangriffe auf Zivilisten, willkürliche Verhaftungen und Verschleppungen gegeben haben. Bis zum 20. Juli suchten demnach rund 11.000 Flüchtlinge in einem UNO-Auffanglager Schutz. Süd-Kordofan blieb unter der Verwaltung des Nordens, als der Südsudan im vergangenen Monat seine Unabhängigkeit erklärt hatte. Seit Juni gab es gewaltsame Zusammenstöße zwischen den ehemals mit den Aufständischen im Süden verbündeten Nuba-Rebellen und der sudanesischen Armee.













