Früherer ivorischer Präsident Gbagbo in U-Haft
Der frühere Präsident der Cote d'Ivoire, Laurent Gbagbo, ist am Donnerstag wegen "Wirtschaftsverbrechen" angeklagt und in Untersuchungshaft genommen worden. Wie ein Vertreter der Staatsanwaltschaft des westafrikanischen Landes in Abidjan sagte, werden ihm "schwerer Diebstahl, Schädigung der Volkswirtschaft, Unterschlagung öffentlicher Mittel und Plünderung" vorgeworfen.
Gbagbo hatte seit seiner Festnahme Mitte April in der nördlichen Stadt Korhogo unter Hausarrest gestanden. Auch Gbagbos Frau Simone sei wegen der genannten Vergehen inzwischen angeklagt worden, hieß es von der Staatsanwaltschaft weiter. Sie wurde demnach bereits am Dienstag in der Stadt Odienne im Nordwesten des Landes, wo sie ebenfalls seit April unter Hausarrest stand, in Untersuchungshaft genommen.
Gbagbo hatte sich nach der Präsidentschaftswahl vom vergangenen November geweigert, die Macht an den Wahlsieger und heutigen ivorischen Staatschef Alassane Ouattara abzugeben. Es folgte ein blutiger Machtkampf mit mindestens 3.000 Toten, der im April mit der Festnahme Gbagbos endete.












