Polizei in Großbritannien gegen Hilfe aus USA

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Die britische Polizei wehrt sich gegen die Berufung des früheren New Yorker Polizeichefs Bill Bratton zum Berater im Kampf gegen die Jugendgewalt. Polizeigewerkschaften in London und Manchester sprachen am Samstag von einer Beleidigung ihrer Arbeit. Premierminister Cameron hatte Bratton um Unterstützung gebeten.
"Die amerikanische Polizeiarbeit wird bestimmt durch Gewalt", sagte Paul Deller von der Metropolitan Police Federation, die mehr als 30.000 Polizisten in der Hauptstadt London vertritt. "Wir wollen das in diesem Land nicht." Der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft in Manchester, Ian Hanson, sprach von einem "Schlag ins Gesicht". Die heimische Polizei brauche keinen solchen Ratgeber, sondern mehr Geld statt Personalkürzungen. Hanson verwies auf Pläne der Regierung, im Rahmen eines Sparprogramms in den kommenden vier Jahren landesweit den Polizeibudget um 20 Prozent zu senken und 16.000 Polizistenstellen abzubauen.
Eine Parade von Protestanten in der nordirischen Stadt Londonderry (Derry) führte am Samstag zu ähnlichen Ausschreitungen, wie sie in der vergangenen Woche London und andere englische Städte erschüttert hatten. Randalierer brachten mehrere Autos und Lastwagen in ihre Gewalt und bewarfen Polizeifahrzeuge mit Brandbomben.
Zwei Verdächtige wurden indes wegen des Mordes an drei Menschen bei den Krawallen in Birmingham angeklagt. Wie eine Polizeisprecherin sagte, handle es sich um einen 26 Jahre alten Mann und einen 17-Jährigen. Bei den Unruhen waren am Mittwoch in Birmingham drei Männer offenbar mutwillig von einem Auto überrollt und getötet worden. Nach Angaben von Zeugen hatten die drei Geschäfte ihrer Wohngegend vor Plünderern schützen wollen.












