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    Zuletzt aktualisiert: 13.08.2011 um 21:23 UhrKommentare

    Deutschland gedachte der innerdeutschen Todesgrenze

    Die Fahnen waren auf Halbmast gesetzt, Politiker fanden mahnende Worte und ein Land verharrte eine Minute lang im Schweigen: Deutschland gedachte am Samstag der Errichtung der Berliner Mauer vor 50 Jahren und erinnerte sich der zahlreichen Toten an der innerdeutschen Todesgrenze.

    Am Brandenburger Tor - 1981 und heute.

    Foto © APAm Brandenburger Tor - 1981 und heute.

    Auf dem einstigen Todesstreifen an der Bernauer Straße in Berlin erinnern Reste der Mauer, Fundamente gesprengter Häuser und Fluchttunnel an das mörderische DDR-Regime.

    Ein Ort, der gut geeignet ist, um noch einmal daran zu erinnern, dass die DDR mit dem Bau der Mauer vor 50 Jahren ihre Bürger eingesperrt hat. Bundespräsident Christian Wulff tat dies mit den Worten: "Die Erinnerung an das Unrecht der Mauer mahnt uns, diejenigen nicht allein zu lassen, die für Freiheit, Demokratie und Bürgerrechte kämpfen. Und sie verlangt von uns, dafür zu sorgen, dass sich Geschichte nicht wiederholt."

    Die frühere Bürgerrechtlerin Freya Klier berichtete von ihrem Fluchtversuch als 18-Jährige, der verraten wurde. Sie kam ins Gefängnis. "Was für ein unbarmherziges System war das, von dem so viele heute noch schwärmen", sagte Klier. Auch Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) wandte sich gegen eine Verklärung und Verharmlosung der DDR-Geschichte. Es müsse noch mehr Aufklärung geleistet werden. Die DDR sei ohne Zweifel ein Unrechtsstaat gewesen. Gerade den früheren Bürgerrechtlern sei man es schuldig, die "Dinge beim Namen zu nennen und die Wahrheit zu sagen".

    Linksfraktionschef Gregor Gysi bezeichnete den Mauerbau als "zutiefst inhuman" und grenzte sich damit auch von umstrittenen Äußerungen von Parteichefin Gesine Lötzsch ab, die den Mauerbau als logische Folge des Zweiten Weltkriegs bezeichnet hatte. Dies war auf heftige Kritik gestoßen. Gysi wörtlich: "Wenn ich eine gerechtere Gesellschaft aufbaue, kann ich es nie dadurch machen, dass ich die eigenen Leute einsperre und auf sie schieße, wenn sie gehen wollen. Das geht einfach nicht, das ist zutiefst inhuman."

    Durch den DDR-Schussbefehl starben mindestens 136 Menschen an der Berliner Mauer.


    Die Mauer in Zahlen

    Die Mauer um den Westteil Berlins war 160 Kilometer lang und knapp vier Meter hoch. Die Mauer unterbrach 193 Straßen. Es gab innerhalb Berlins acht Grenzübergänge und außerhalb sechs weitere. 11.500 Soldaten kontrollierten die Grenze rund um Berlin. Mehr als 100.000 DDR-Bürger versuchten zu flüchten, davon allein 5.000 über die Berliner Mauer.

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