Weiterhin Gefechte in Mogadischu
Trotz des Rückzugs der Al-Shabaab-Miliz aus der somalischen Hauptstadt Mogadischu ist es in der Nacht zum Montag zu vereinzelten Feuergefechten gekommen. Die Zentralregierung betonte allerdings, dass trotz der Zusammenstöße inzwischen somalische Truppen die Hauptstadt kontrollierten. Sie werden von Friedenstruppen der Afrikanischen Union unterstützt.
Während der somalische Militärsprecher Abdikarim Yusuf Dhaga Badan die Rebellen aufforderte, endgültig den Kampf aufzugeben, verkündete die Miliz eine neue Strategie. Der Rückzug am Wochenende sei lediglich eine "neue Taktik" im Kampf gegen die Regierung und zur "Befreiung des Landes von den Andersgläubigen", so Al-Shabaab, die auch Beziehungen zur Terrororganisation Al Kaida hat.
Die Rebellen kämpfen für einen islamischen Gottesstaat am Horn von Afrika und einen weltweiten Jihad. Sie kontrollieren weite Teile des Landes vor allem im Zentrum und im Süden, wo deshalb kaum Hilfe für die Hungernden hinkommt.
Ungefähr 100.000 Somalis haben sich in den vergangenen zwei Monaten in die Hauptstadt geflüchtet, wo bereits etwa 370.000 Flüchtlinge leben. Mehr als 800.000 Somalis fanden in den Nachbarstaaten Kenia und Äthiopien Zuflucht. In Somalia, das besonders hart von der derzeitigen Dürrekatastrophe betroffen ist, gibt es seit 20 Jahren keine funktionierende Zentralregierung mehr. Die Vereinten Nationen wollten zu Wochenbeginn verstärkt Hilfssendungen in das von Hungersnot und Bürgerkrieg geplagte Land bringen.












